DIE TOTEN HOSEN – FAN-FICTION Teil 2

von Ferdinand Führer und Roland van Oystern Teil 2:

Was bisher geschah …

Der berühmte Rocksänger Campino landet in einer alternativen Realität, in der er der Schlagzeuger der hier überhaupt nicht berühmten Toten Hosen ist. Er setzt alles daran, sein altes Leben wieder zurückzubekommen.

Teil 2: Nur nach vorn

Wieder im Proberaum. „Jungs“, sagt Campino, „um reich und berühmt zu werden, müssen wir alles ganz anders machen. Da müssen wir alles so machen, wie ich es sage. Ich muss der Sänger sein. Ab ans Schlagzeug mit dir, Breiti!“

„Hä, was?“

„Los jetzt! Ab mit dir an die Schießbude, du Natter!“

„Ich kann doch gar nicht Schlagzeug spielen.“

„Aber probier’s doch mal, Breiti“, sagt Andi.

„Ich will eigentlich auch gar nicht.“

„Wenn Breiti nicht will, muss Breiti auch nicht“, sagt Kuddel.

„Ihr Narren!“, ruft Campino und stürzt zornig hinaus in den Wald. Wenn sie nur wüssten, was ich wüsste! Diese ungläubigen Thomase! Die sind zu dumm, um zu machen, was ich sage. Die wissen nicht, dass ich der Chef bin. Alles haben die mir zu verdanken! Theoretisch. Ausgerechnet Breiti. Den haben wir nur aus Ironie aufgenommen. Und jetzt fällt er mir in den Rücken. Mein Sohn Brutus. Die Schlange, die ich an meinem Busen nährte.

Bald legt sich die Nacht über den Wald und Campino sucht Schutz in der Kneipe. Er stürzt ein Altbier. Alles wirkt ganz normal. Das warme Schänkenlicht bricht sich in den Biergläsern und wärmt die Seelen der Trinker und Hoffnungslosen. Diese armen Männer können sich nicht mal innerlich aufrichten an den Songs der Toten Hosen, denkt Campino und empfindet Mitleid. Es ist einer der finstersten Momente der Geschichte. Und keiner merkt es. So ein Gefühl wie ich jetzt fühle, müsste man in einen Song packen! Der Song müsste direkt mit Gesang einsetzen! Das würde allen gefallen.

Langsam und gespenstisch schält sich am Tresen neben Campino eine Gestalt heraus.

„Darf ich mich setzen … Campino?“

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