Plastic Bomb Shop soll verkauft werden

Ihr habt vielleicht schon das Youtbe-Video zum Thema gesehen, ansonsten findet ihr das auch HIER. Ansonsten kommt hier alles Wissenswerte zum Thema nochmal in Textform:

Ich (Ronja) möchte gern den Plastic Bomb Versandhandel/Onlineshop verkaufen. Dabei ist ganz wichtig: Es geht nur um den Shop, nicht um das Heft.

Mit dem Heft geht alles weiter wie bisher. Es erscheint weiter 4x im Jahr, der Preis bleibt der gleiche und die Abos laufen weiter. Nur, damit da keine Gerüchte entstehen.

Sowohl die Arbeit am Mailorder, als auch am Heft ist jeweils ein eigener Vollzeit-Job. Diese beiden Jobs macht Ronja seit geraumer Zeit alleine, was unglaublich viele Arbeitsstunden bedeutet und auf die Dauer vermutlich den sicheren Weg in den Burnout. Außerdem kann man den beiden Aufgaben in dieser Form nicht gerecht werden, es bleiben immer Gelegenheiten liegen, Chancen und Angebote ungenutzt, was auf die Dauer frustrierend ist. Außerdem entstehen Fehler, wenn Kapazitätsgrenzen erreicht sind.

Sowohl in das Heft, als auch in den Shop müssten mehr Liebe zum Detail gesteckt werden, beide Projekte bräuchten für sich mehr Aufmerksamkeit. Es ist einfach so schade zu sehen, dass beides nicht voll ausgenutzt wird.

Natürlich gäbe es die Option, eine weitere Person einzustellen, die die Hälfte der Tätigkeiten übernimmt und liegengelassene Chancen nutzt. Doch das ist zum aktuellen Zeitpunkt einfach nicht gewünscht. Und so habe ich einfach gemerkt, dass ich mich für eine der beiden Tätigkeiten entscheiden muss – und diese Entscheidung ist nun eben gefallen.


Das Heft liegt mir noch immer sehr am Herzen, das ist nicht nur ein Job, sondern auch Kreativität, das ist Kultur schaffen und das ist mein politischer Output. Außerdem ist das Autor*innen-Team unglaublich cool, das will ich auf keinen Fall hinter mir lassen.

Darum ist es für mich logischer, den Versandhandel abzugeben.

Dazu kommt, dass mir mein sehr günstiger Mietvertrag in Duisburg auf der Heckenstraße gekündigt wurde. Es gibt ab dem 1. August ein neues Lager, also eine neue Firmenadresse. Aber der Raum ist deutlich kleiner und somit eh nicht geeignet, dauerhaft den Onlineshop und das Heft von dort aus zu führen oder gar perspektivisch noch auszubauen, schon gar nicht mit mehreren Leuten.

Ich suche jetzt also eine Einzelperson oder ein Kollektiv, die den Plastic Bomb Onlineshop übernehmen wollen.

Ich stelle mir das so vor, dass das 2 Firmen werden, einmal das Plastic Bomb Heft, das ich über meine GmbH weiter betreibe.

Und eben der Plastic Bomb Shop als deine/eure Firma bzw läuft über deine/eure bereits vorhandene Firma.

Das ist nicht das erste mal, dass eine Firma in zwei einzelne Unternehmen aufgeteilt wird. Ich denke, wenn man sich da einig ist und alles genau bespricht und nach außen kommuniziert, wird’s da keine Probleme geben.

Ich bin mir sicher, dass man das nach außen ganz klar kommunizieren kann, dass das jetzt „andere Leute“ machen, damit sich neue Betreiber*innen mit dem alten Ballast, also mit irgendwelchen alten Geschichten, nicht in Verbindung bringen lassen müssen.

Es wäre ein kompletter Neustart für die neuen Betreiber*innen und wir können von Anfang an unabhängig voneinander arbeiten und Entscheidungen treffen, für die die jeweils andere Partei nicht verantwortlich ist und das auch von Außenstehenden nicht so empfunden wird.

Ich will NICHT die GmbH verkaufen, die brauche ich, um das Heft weiter zu führen. Ihr habt also nichts mit vergangener Buchhaltung oder alten Geschäftsentscheidungen zu tun. Aber ihr braucht eben eine Firma bzw einen Gewerbeschein, um den Shop und das Label betreiben zu können, Ware einzukaufen und eure Verkäufe versteuern zu können.

Wenn ihr schon eine Firma oder ein Gewerbe habt und den Plastic Bomb Shop einfach in eure Firma aufnehmen wollt, wäre das natürlich am leichtesten. Ich denke aber auch, dass ihr das machen könnt, wenn ihr im Hobbybereich schon Erfahrungen gemacht habt und euch jetzt professionalisieren wollt.

Ihr solltet nur nicht unterschätzen, dass die Arbeit am Versandhandel ein echter Job ist. Das ist keine einfache Flucht aus der Lohnarbeitsmühle, wenn man im Grunde weniger arbeiten will. Als selbstständige Person arbeitet man häufig mehr Stunden, hat nie richtig Feierabend. Ja, man kann sich die Zeit selbst einteilen und Entscheidungen selbst treffen, auch Aufträge ablehnen und unliebsame Tätigkeiten absägen. Ich selbst fühle mich in der Selbstständigkeit super wohl, ich möchte das auch so beibehalten. Aber wie gesagt, man sollte nicht unterschätzen, wie umfangreich und emotional belastend die Selbstständig sein kann.

In den Versandhandel muss, vor allem am Anfang, umfangreich Arbeit investiert werden, um einen fließenden Übergang zu gewährleisten. Wenn ihr das so weiter betreiben möchtet wie es jetzt läuft, ist das keine Aufgabe, die man nach Feierabend vom Lohnarbeitsjob noch nebenher machen kann. Es ist übrigens auch nichts, was ich empfehlen würde, wenn man grade eine Familie gründen will oder ein Haus abbezahlt.

Ich sag das nur, damit ihr das nicht auf die leichte Schulter nehmt und die Dinge besser einschätzen könnt.

Was genau will ich also verkaufen?

Den Namen, also Plastic Bomb Shop, der einfach schon etabliert ist, da fängt man nicht bei Null an, wie das mit eurem neuen Versandhandel der Fall wäre. Damit verbunden ist ein super treuer Kundenstamm, die regelmäßig große und kleine Mengen an Platten und Klamotten bestellen.

Die Domain natürlich und den fertig eingerichteten Onlineshop, der Technisch auf dem neuesten Stand ist, ihr könnt also direkt loslegen. Dazu kommen natürlich viele gut gepflegte Händler-Kontakte.

Außerdem das Plastic Bomb Label, auf dem schon viele tolle Platten erschienen sind, das bereits an einen Großvertrieb angeschlossen ist und auf dem in der Zukunft auch noch viele tolle Platten erscheinen können.

Den Rest müssten wir dann im Detail klären, zum Beispiel, was ihr an Lagerware übernehmen wollt, ob ihr auch weiter in unserem Stil Klamotten produzieren wollt, da gehören ja auch Maschinen dazu.

Wann soll’s losgehen?

Je nach dem, wie schnell wir uns einig werden, wäre das Jahresende 2026 der Zeitpunkt, wo wir den Namen im Impressum dann endgültig austauschen.

Was ihr braucht, um das hier machen zu können:

Unternehmer*innen-Geist, also eine grundsätzliche Vorstellung, wie man eine Firma leitet und organisiert, ob allein oder im Kollektiv.

Und damit verbunden direkt der Hinweis, WENN ihr euch jetzt

angesprochen fühlt und anfangt, zu überlegen, ob das was für euch ist:

Ich kann euch nicht beraten, ob die Entscheidung, die Firma zu kaufen, das richtige für euch ist.

Denn ich kenn euch nicht. Ich bin nicht die Person, mit der ihr das diskutieren könnt.

Ihr könnt mit nicht eure Lebensumstände darlegen und ich entscheide dann, ob ihr das machen solltet – das müsst ihr selbst wissen!

Wenn ihr also noch nicht selbstständig seid und euch fragt, ob das was für euch ist, sucht euch eine Person, die euch kennt und die sich mit Selbstständigkeit auskennt und sprecht mit dieser Person darüber.

Ihr braucht kein BWL Studium, um so nen Laden schmeißen zu können, ich hab auch keins, ich habe auch sonst keine wirtschaftliche Ausbildung. Aber ich hab halt schon 6 Jahre als Angestellt in

dieser Firma gearbeitet, bis mein Vorgänger ausgestiegen ist und ich angefangen habe, die Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Außerdem: Ihr braucht flüssiges Geld.

Ich kann euch den Schuppen natürlich nicht schenken, ich musste ja auch was dafür bezahlen.

Dazu kommt das Warenlager und, wenn ihr wollt, die Klamotten-Produktion,

Ihr solltet schon über den Kaufpreis hinaus die Möglichkeiten haben, mit etwas Geld auch direkt neue Projekte anzuschieben, damit ihr gleich richtig durchstarten könnt.

Also egal ob ihr das mit geerbter Kohle von Oma macht, selbst was auf der hohen Kante habt, euch was bei Friends leiht oder das über nen KFW Kredit machen wollt, das ist euer Ding.

Aber es sollten halt Mittel da sein, den Kauf über die Bühne zu kriegen und mit mir eine saubere Übergabe zu machen, ihr legt dann einen schönen Neustart hin, mit euren Ideen. Und das geht natürlich am besten, wenn man am Anfang nicht jeden Cent 3x umdrehen muss. Sondern für die ersten eigenen Ideen und Projekte, die man ja auch braucht, um sich von der Vorgängerperson (also mir) abzugrenzen, direkt eine Finanzierung parat hat.

Ihr braucht dann auch Räume, ein Lager für für die Platten, und ihr müsst die Verpackung und den Versand organisierten.

Standortmäßig seid ihr natürlich unabhängig, wir reden ja von einem Onlineshop, da ist es egal, von welcher Stadt oder von welchem Dorf aus ihr das betreiben wollt. Es steht euch auch frei, ein Ladenlokal zu eröffnen und den Onlineshop parallel zu machen, Weil die Abläufe ja die gleichen sind (Ware listen, Ware bestellen). Da ist, wie gesagt, noch sehr viel Potenzial.

Ich denke, das ist natürlich am einfachsten für Leute schaffbar, die sowas ähnliches jetzt schon machen und sich jetzt professionalisieren wollen. Aber auch für Einzelpersonen oder ein Kollektiv,

die sich richtig intensiv mit dem neuen Projekt befassen wollen. Aber ihr müsst euch das gut überlegen und als eure Chance annehmen.

Ich habe im Video keinen Kaufpreis genannt, ich werde auch hier keinen Kaufpreis nennen, der dann im Internet rumgeistert und von Besserwisser*innen bewertet wird, also spart es euch auch bitte, mir „was soll das denn kosten?“ Einzeiler-Emails zu schreiben.

Ok, so viel zur Erklärung in Textform.

Wenn ihr euch von all dem angesprochen fühlt, geht bitte erst mal in euch. Überlegt euch das erst mal ein paar Tage lang.

Ich finde bestimmt nicht über Nacht nen Käufer, das wird sich hier alles ziehen, das wird ein Prozess, also kriegt da jetzt keine Panik, dass das Angebot morgen vom Tisch ist.

Und wenn ihr so weit seid, meldet euch bei mir via Email oder Anruf. Ihr könnt mir gern Fragen stellen, um das alles besser einschätzen, zu können und dann schauen wir, ob ihr mir ein Angebot machen wollt oder ob ich einen Preisvorschlag nenne. Wir müssen uns da im Gespräch einfach annähern.

Und dann habt ihr vielleicht bald einen richtig liebevollen, kreativen neuen Job bei eurem eigenen Mailorder, den ihr nach euren Vorstellungen gestalten könnt.

Das Heft gibt es dann ja weiterhin und mir wäre es schon wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Ihr könnt Werbung im Heft machen, wenn ihr wollt. Ich bin auch gern noch nach dem Wechsel für Fragen da bzw geb euch auch gern Tipps, wie ich das ein oder andere in der Vergangenheit gehandhabt habe, da würde ich euch, wenn gewünscht, an meinem Know How teilhaben lassen,

Ich kann euch auch sagen, wo ich noch ungenutztes Potenzial sehe.

Aber nochmal zur Erinnerung:


Ich bin nicht eure Unternehmens- oder Finanzberatung, weder im Vorfeld, noch im laufenden Prozess. Die Entscheidung, ob das hier was für euch ist, müsst ihr alleine treffen, bzw im Gespräch mit Leuten, die euch gut kennen und die sich mit Selbstständigkeit auskennen.

Ich kann euch wirklich nicht erklären, wie ihr das alles betriebswirtschaftlich angehen sollt und wie man ne Rechnung schreibt, wie die Buchhaltung auszusehen hat, das Wissen müsst ihr mitbringen oder euch zuverlässig von wo anders her holen.

Ob ihr das allein machen wollt oder im Kollektiv mit mehreren Leuten, das ist alles möglich, aber man muss halt wissen, wie man sowas macht.

Ich kann und werde euch nicht einarbeiten.

Ich kann euch erzählen, wie die Abläufe aktuell sind, aber ich kann euch nicht sagen, wie ihr diese in der Zukunft bewältigen sollt, wenn es euch an Erfahrung mangelt.

Auch wichtig: Ich will den Versandhandel im Ganzen abgeben. Am liebsten zusammen mit der Klamotten-Produktion. Ich will euch nicht einen Mini-Teilbereich verkaufen, ich will euch auch nicht einstellen oder mich auf irgendwelche Übergangs-Modell einlassen. Ich will das alles abgeben und für mich einen sauberen Cut machen.

Überlegt euch das in aller Ruhe, sprecht mit eurem Umfeld und wenn ihr dann noch immer Bock habt, meldet euch gern bei mir!

Und für alle, die die Firma jetzt sicher nicht kaufen wollen, aber mich und das Plastic Bomb unterstützen wollt würd ich sagen: Bestellt doch mal wieder was im Shop.

Der Verkauf wird sich alles noch ziehen, im Moment landet euer Support noch 100% bei mir und nach dem unfreiwilligen Umzug aufgrund des gekündigten Mietvertrags brauche ich jede finanzielle Unterstützung, die ich kriegen kann.

Und wenn ihr schon im Shop seid, schließt direkt noch ein Abo für das Heft ab, das wäre noch hilfreicher für mich und das Autor*innen Team, auch auch Dauer.

Danke euch! Ronja