DIE TOTEN HOSEN – FAN-Fiction Teil 8
von Ferdinand Führer und Roland van Oystern
Was bisher geschah …
Campino ist in einer total verhexten Welt gelandet, in der Die Toten Hosen kein bisschen berühmt sind und er Vater von einem neugeborenen Baby ist. Doch seit das „Bommerlunder-Lied“ im Radio lieft, keimt neue Hoffnung in ihm auf.
Folge 8: Der erste Fan
„So ein Baby ist wirklich wahnsinnig nervig“, sagt Campino, der seit fünf Minuten zu Hause ist, zu seiner Frau. „Wann schläft so eines eigentlich? Ich hab jetzt keine Lust mehr. Kannst du jetzt wieder machen? Dafür sing ich euch den neuen Song vor. Ich singe jetzt nämlich. Breiti hat endlich abgedankt.“
Campino singt aus voller Kehle „Eisgekühlter Bommerlunder“, Frau und Kind suchen Schutz in der Abstellkammer.
„Heute müssen wir lang aufbleiben, denn um 2 Uhr 15 spielen sie den Song bei Antenne Düsseldorf. Hab ich veranlasst. Hab die Proberaumaufnahme da hingebracht und den Moderator heftig bedroht. Mit Schlägen. Hab gesagt, wenn du den nicht spielst, komme ich zurück und massiere dir meine Faust so lange ins Gesicht ein, bis du aussiehst wie vom Auto überfahren.“
„Das trifft sich ja hervorragend“, sagt die Frau, „dann kannst du so lang aufs Baby aufpassen und ich geh mal pennen.“
Campino und das Baby sitzen vorm Radio.
„Nur noch drei Stunden und dann geht’s los“, sagt Campino zum Baby.
Endlich ist es 2 Uhr. „Jetzt nur noch die Nachrichten, Baby.“
Doch was ist das? Das Baby hat sich übelst in die Hosen geschissen.
„Pfui, Baby“, sagt Campino. „Ich hab doch so ungern Scheiße an den Fingern. Warte, Baby, ich hol die Frau, der macht das nichts aus.“
Während die Frau die Windel wechselt, kommt das Bommerlunder-Lied im Radio. Für einen kleinen Moment sind alle glücklich.
Der letzte Akkord ist noch nicht ganz verklungen, da klingelt schon das Telefon.
„Campino, Alter, bist du der Sänger von diesem arschgeilen Bommerlunder-Lied?“
„Ja, genau der, und kein Geringerer.“
„Ich möchte ab jetzt dein Fan sein und ständig an dich denken.“
„Geht klar“, sagt Campino und legt auf. „Das war Kolja vom Hiphop-Trio Die Antilopen Gang“, erklärt er seiner Frau und dem Baby. „Koljas Liebe zu den Hosen ist dimensionsübergreifend – so stark, dass sie Raum und Zeit überwindet. Mein Gott! Was ist das für eine scheiß Welt, in der jeder Hanswurst berühmt ist, außer ich und der scheiß Til Schweiger.“
Doch da kommt Campino eine Idee.
„In der alten Welt habe ich die berühmt gemacht, jetzt soll der mich hier berühmt machen.“
Fortsetzung Nr. 9 am kommenden Montag!
von Ferdinand Führer und Roland van Oystern

