DIE TOTEN HOSEN – FAN-Fiction Teil 4

von Ferdinand Führer und Roland van Oystern

Was bisher geschah …

Nach einem Zeit-Raum-Fehler ist es für Campino immer noch ungewohnt, nur noch der Schlagzeuger der völlig unbekannten Rockband Die Toten Hosen zu sein. Mit aller Kraft versucht er, seine ahnungslosen Bandmitglieder auf Linie zu bringen.

Teil 4: Kochendheißer Bommerlunder

„Also, Leute, ich sag’s euch jetzt noch einmal! Bei dem Lied singen wir immer das mit dem Bommerlunder und dem Schinkenbrot und spielen dann immer schneller, aber immer dasselbe.“

„Klingt irgendwie interessant“, sagt Andi.

„Das ist doch voll baurig“, sagt Breiti. „Ich will das nicht singen.“

„Das ist doch mit Augenzwinkern! Versteht ihr denn nicht! Wollt ihr denn nicht begreifen? Ihr Blinden. Ihr Einfältigen. Ihr von Dummheit Heimgesuchten! Außerdem sing ich das ja jetzt.“

„Das kannst du aber nicht einfach so bestimmen.“

„Kein deutscher Rockstar bisher musste so viel ertragen wie ich.“

„Du hast doch jetzt seit 44 Jahren gut mitgemacht am Schlagzeug“, sagt Andi. „Was ist denn auf einmal? Hast du neue Gefühle?“

Campino wird vom blanken Zorn übermannt. „Ihr kreuzdebilen Hanswurste!“, schreit er und stürzt hinaus in die nebelverhangene Nacht. Oh, Campino, kannst du den Nebel lichten? Kannst du Licht erkennen, wo andere nur Schatten sehen?

Campino geht in den Wald hinein, um den Dialog mit sich selbst zu finden. Dieser Dialog ist ihm stets der liebste gewesen. An einer großen Eiche bleibt Campino stehen und spürt die Verbundenheit zu diesem mächtigen Holzgewächs. Ein Eichhörnchen springt auf seine Schulter: „Du trägst die Last, die auch alle Dichterfürsten vor dir trugen, mein lieber Campi!“

Angelockt von seiner Kraft-Aura scharen sich die Tiere um Campino, Wildscheine, Ziegenböcke, Elche und zahme Krokodile.

„Ihr guten Waldbewohnenden!“, begrüßt Campino die Tiere und fängt an, ihnen sein Leid zu klagen.

„Halt ein, Campino, sprich nicht weiter! Wir wissen alles – und wir haben Rat für dich! Trotz deines ehrenwerten Gedankens, jedes Bandmitglied solle ein gleichwertiger Teil der Gang sein, musst du dringend alle spüren lassen, dass du als einziger nicht ersetzbar bist. Erst musst du sie unterjochen und dann kleinhalten, immer von oben drauf.“

Campino schöpft neuen Mut.

Fortsetzung folgt nächsten Montag!

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