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Alle Musik-Reviews auf einen Blick
  • Promozettel so: Gitarrengetriebener Rock´n´Roll mit der Rauheit des Punk, dem Gefühl des Blues und der Ehrlichkeit des Blues. Ich so: Gääääh….viel Country, viel Blues, und wo ist der Punk? Sorry Jungs, ich möchte den Abstand zwischen uns gerne beibehalten. Handwerklich ist das alles sauber, aber es reisst mich halt nicht vom Hocker. (Wolverine) -Häktor- https://www.johnnyrocket.de/

  • Auch , wenn auf dem Cover dat Wort HUNGER auffälligerweise ungleich größer als das Wort ESKALATION gedruckt is, handelt es sich hier um das neue Album der Band ESKALATION (übrigens immer noch nicht zu verwechseln mit der üblen Nazi-Kapelle gleichen Namens) und nicht anders herum. Selbige startete 2008 eigentlich mit Ska-Punk, hat aber nun auf

  • Das 5. Album von Frittenbude ist nun erhältlich, es wird viele hoffentlich darüber hinweg trösten, kein Ticket mehr für die vielen ausverkauften Shows bekommen haben. Von Jahr zur Jahr wird der Hype um die Band größer und die Alben eingängiger, tanzbarer und spannender, was ich aber als positive Entwicklung wahrnehme. Die Band bewahrt sich einen

  • Je, je, je, Honnie olé! Bezeichneten wir doch einst SCHLEIM-KEIM als die DEAD KENNEDYS des Ostens aufgrund ihres markanten Logos und musikalischen Pogos, so kann ich nun von einer seit eigens gefühlt hundert Jahren existierender Leipziger Punk/Honekcore Band berichten. Leider kann ich euch nicht wie gewünscht in die Führerecke verbannen. Dazu seit ihr einfach zu

  • Punkrock alá früher Millencolin – nur mit leider sehr viel weniger vocaler Begabung. Kein Track- wie auch beim Album davor über 2 min, poppiger Punkrock der Laune macht. Hier und da vergreifen sie sich im Ton – gerade in den Höhen. Aber das soll nicht weiter stören, da der Rest stimmig ist. (self release) -SaRah-

  • Spärlich daherkommende Scheibe mit den beiden EP’s „Money, Power And Corruption“ & „Pay No More“ drauf (die es wohl nicht einzeln gibt). Als Infoblatt liegt ’nen eingerissener Mini-Zettel bei und der Paketzusteller hat wohl die Acht inne Platte gemacht (hoffe das betrifft nicht die komplette Pressung). War nicht so motiviert, das Teil zu besprechen, weil

  • Man nehme einen großen Anteil hoch-melodischen Punkrock mit Hymnen- und Mitsing-Potential, dazu eine Prise Street-Punk und eindeutigen Gitarrenklängen á la Discipline und eine Messerspitze Oi!, mischt dieses zusammen mit Einflüssen von den Dropkick Murphys und Convict (u.a. eine der Vorgänger-Bands der fünf Herren) und heraus bekommt man This Means War. Einen deutlich ausgefallenen Bandnamen hätte

  • Anthrax, nicht zu verwechseln mit den New Yorker Metalheads, waren eine britische Anarchopunkband aus Gravesend, Kent, die es mittlerweile sogar wieder gibt. Hier kommt eine wunderbare Wiederveröffentlichung der zweiten EP, ursprünglich aus dem Jahr 1983. Wer Bands wie CONFLICT und CRASS zu seinen Mentoren zählt, kann nicht so viel falsch machen. Vollkommen richtig und so

  • Ich bin wirklich ein wenig uninspiriert bzw. emotionslos während die CD hier rotiert. Es packt mich einfach so gar nicht. Mich beschleicht das Gefühl, das alles schon einmal gehört und daher auch schon textlich umgesetzt habe. Schnörkelloser Punkrock mit deutschen Texten, in klassischer Dreierbesetzung und mit relativ viel Wizo, Die Toten Hosen und Die Ärzte

  • 6 mal neuer „Diskurs-Oi!“ aus Hamburg. Lohnt sich allein schon wegen „Aufs Maul“ (übrigens kein SPRINGTOIFEL Cover). Um irgendwelche Oi! Oi! SpOi!ler zu vermeiden, muss dies hier auch an Information erst mal reichen, sollte man aber auf jeden Fall besitzen die Single und das aus mannigfaltigen Gründen, auch, wenn der Roi der Roi is und

  • Bei dem Bandnamen könnte man an ein Razzia-Fan-Projekt denken. In Wahrheit handelt es sich aber um die neue Band des „Neurotic Arseholes“ Sängers Zahnie. Die Gesangsmelodien sind super harmonisch, die Songs an sich zwar abwechslungsreich, aber sehr fließend, ohne dabei langweilig oder eintönig zu klingen. Die deutschen Texte sind recht persönlich gehalten. Die Band verortet

  • Sommer,Sonne, Nintendocore? Klingt eigentlich stimmig, genauso wie die Platte der Jungs aus Hanover. Das Ganze erinnert mich wie eine etwas eingängigere Version von Antitainment, die weniger vertrackt, sondern mehr straight forward um die Ecke kommt. Released wurde der zweite Output der Boys bereits im März 2018. Keine Ahnung, warum ich das jetzt erst peile. Ist

  • Dieses Album hat alles was eine popige Punkrock Platte braucht: eingängige Melodien, nicht-so-ganz-ernstgemeinte Texte und die Prise glücklich machende Punkrockattitude, die ich auch von Teenage Bottlerocket fast wieder erwarte. Alles in Allem wird es eingefleischte Fans nicht enttäuschen und Newbees sollten ein Ohr riskieren. (Fat Wreck Chords/Edel) -SaRah- https://teenagebottlerocket.bandcamp.com/ https://www.youtube.com/watch?v=ZusYNZnaZH8&list=PL_uD5vh8_aM6ru1_cIaVpo1BC-qADbRh6

  • Diese 7“ ist das erste Release der Band aus Surf-City-Westerkappeln, nicht zu verwechseln mit Kappeln, wo ich ganz in der Nähe meine ersten (und einzigen) Surfversuche gestartet hab, aber das nur als unnütze Information am Rande, seit 14 Jahren. Eine ziemlich lange Schaffenspause, aber jetzt sind THE HAWAIIANS wieder am Start mit drei Songs über

  • Hurra Hurra, die Kid-Punks sind da. Da schickt uns die Band Querschläger, bestehend aus dem zehnjährigen Noah, eine knackekurze aber damit nicht minder aussagekräftige CD, ganz im DIY-Stil und ich sitze hier eigentlich nur mit nem grinsen da. Ja ja Ufta-Ufta Deutschpunk mit dem üblichen Wahnsinn an Texten aber Alter, der ist 10 (Zehn). In

  • Der Bandname sagt ja eigentlich schon alles. Irish-Folk-Punk, überwiegend mit einer Lady am Gesang. In der Schublade „Klingt wie“ liegen die Porters und Mr. Irish Bastard. Bei diesem Erstlingswerk liegt der Schwerpunkt eher beim Folk, aber ich gehe davon aus, dass daran noch geschraubt wird und dass das live sowieso ganz anders ist. Die Ansätze

  • Bei dieser Band aus Bielefeld tummeln sich Leute von RUINS, RATFEAST und SOULS FOR SALE. Und ich muss echt sagen, die machen ihre Sache mehr als gut. Trenches ist ein fieser kleiner Metal/Punk Bastard, der von Anfang bis Ende voll auf die zwölf gibt! Wer auf stuff wie ALTERI, JUNGBLUTH, DEATHRITE oder ähnliches steht sollte

  • Die Berliner GULAG BEACH wollen’s wissen und biegen mit ihrer vierten 12“-Scheibe in 5 Jahren um die Ecke. Produktives Völkchen, diese Hauptstädter. Der Titel kündigt bereits an, dass dieses Mal scharf gegen Kartoffeln und Sauerkraut geschossen wird. Und das hat Hand und Fuß. Mit diesen beiden Extremitäten kann man dann auch wunderbar gegen das „Vaterland“

  • Die Londoner Band selbst beschreibt das neue Album als ein Patchwork, welches am 254.05. erscheint aus „ different sounds, ideas and feelings“ Ein sehr erfrischendes, experimentelles Hardcorepunk Album, das mit Songs wie „Talk in Tounges“ oder „No Love for a Nation“ alles richtig gemacht hat. (Hassle Records/Rough Trade) -SaRah- petrolgirls.bandcamp.com/ https://www.youtube.com/watch?v=PE91PlS-OHQ

  • Okay, die Scheibe läuft tatsächlich auf 45 Umdrehungen. Obwohl, wenn man den Pitch am Plattenspieler zusätzlich auf +10 stellt, hört sich Herr Tics mit seinen zwei Buddies auch weiterhin schön funky an. Es gibt doch immer was neues zu entdecken hier. Der Sound von TICS ist wie schon geschrieben funky mit Surf-Anleihein aber auch ’ne

  • Irgendwie fällt mir als erstes auf, dass die Bilder von alten französischen Skins viel häufiger nach intelligenten kleinen Randalierern aussehen, die den berühmten Schalk im Nacken haben, als nach stumpfen Idioten. Ob dass jetzt auf die Texte zutrifft, keine Ahnung: Je ne comprends pas francais! Aber gerade die gut produzierten ersten fünf Stücke von 1984

  • Wenn ich nur vom Artwork ausgegangen wäre, hätte ich mit der X-ten Studi-Punk Band gerechnet. Damit hätte ich aber gründlich falsch gelegen. WEICHE spielen ziemlichen Downtempo Hardcore der mich schon fast an Sludge erinnert. Nix womit ich mich dauernd beschalle, aber auch alles andere als schlecht. (Kink Records, Wooaaargh Records + zwei weitere Labels) -Marius-

  • Laut Info sollen Joe Queer, die RICHIES und CJ Ramone allesamt bereits große Fans der Brasilianer sein und auch schon öffentlich in Bandshirts der FLANDERS 72 gesichtet worden sein. Mir is ja grundsätzlich schnurzpiepegal wat andere Menschen so in der Öffentlichkeit oder daheim anziehen, aber die „This Is a Punkrock Club“ LP is zugegeben alles

  • KARLSSON aus Köln liefern ein Indie-Rock-Album mit, für die eher sachte Musik, sehr direkten Texten die auch von einem härteren Deutschpunk-Album stammen könnten. Kann man irgendwo zwischen Matula und Captain Planet einordnen. Beim Schließen der Augen sieht man dann Echt! und die Wohlstandskinder, aber nur wenn man sich ganz fest anstrengt, aber dann ganz sicher.

  • Yellow Umbrella – Die große Reggaehase Booo Revue Wie süß ist das denn? Eine Reggaerevue für Kinder. Da bin ich gleich zweifach nicht Zielgruppe, also hab ich es meinem 6jährigen Beutekind zum Testhören gegeben. Und die war begeistert und singt seitdem den ganzen Tag „Immer wenn ich sauer bin“. Das ein gewisser Dr. Ring Ding

  • Eigentlich wollte ich an dieser Stelle das ganz große Fass aufmachen. Aus dem Duden zitieren, mir alle Songs des neuen Zwakkelmann-Album einzeln vornehmen und auf charmante Art und Weise analysieren und ich hätte bestimmt noch irgendwo ein NameYourFavouritPhilosopher-Zitat eingebaut bekommen. Das bietet sich nämlich hervorragend an, da Papa-Punk gespickt ist mit lustigen, sonderbaren, ernsthaften, all-

  • Das komplette Frühwerk der Band von ’89 bis ’97 auf einer Doppel-Lp, alle Songs remastert und in ein geil ausgestattetes Gatefoldcover gekleidet. Ungebremste Punkrock-Energie, politische Texte und jede Menge Spielfreude waren immer das Aushängeschild von „Graue Zellen“ die hier insg. 23 Songs aus diversen Samplerbeiträgen, Songs von Split Lps, Singles und Covernummern zusammen gestellt hat.

  • Mit „Feeet“ legt Stencil Trash quasi eine Digital Leather-Compilation vor, die aus Tape-only-Aufnahmen aus den Jahren 2008 – 2018 besteht. Dementsprechend groß ist die Bandbreite… Von garagigen Synthpop-Songs, mal minimalistisch, mal eingängig (mal auch beides), bis hin zu düsteren, melancholischen Wavetracks bietet „Feeet“ einen guten Querschnit durch Shawn Forees Karriere. Herausragend sicher das eher untypische

  • Dieses Album könnte ziemlich gut in meiner CD–Sammlung Anfang der 2000er stehen, irgendwo zwischen RANCID, MILLENCOLIN, DIE HAPPY und den GUANO APES. Wäre „Reality hits hard“ zu ebenjener Zeit erschienen, hätte ich es sicherlich auch total abgefeiert. Eingängiger Uptempo-Punkrock, mit bißchen Ska, prägnanter Sängerin, zum Schluß werden ein paar ruhigere Töne angeschlagen. Mittlerweile flasht mich

  • Preaching to the converted – oder Selbstvergewisserungs-Punkrock aus Leipzig, der zwar nicht falsch ist, weil er das Richtige anspricht, mir aber eine deutliche Spur zu direkt ist. Ich kann aus diesen Gründen ja schon lange keinen Deutschpunk mehr hören. Es bringt mir persönlich nichts, wenn ich das höre, was man als guten linken Konsens betrachten

  • CLOUD RAT werden mir dauernd von meinen Freunden empfohlen. Wenn ich mir diese 7“ anhöre versteh ich, beim besten willen, nicht warum?! Den Gesang find ich echt gut, da hörts dann aber auch schon auf. Die Mukke ist absolut belanglos. Sehr viel besser gefällt mir da schon die Seite von TEST aus Brasilien. Das ist

  • Bereits das 4. Album von TANTE INGE, die “Herzlich Willkommen” ist allerdings das erste professionell produzierte Werk der 4 Herren aus Baden-Württemberg. 7 Songs (inklusive Outro) machen dat Dingen wohl zu einem Mini-Album. Bisweilen hat die Mucke ein gewisses Schlager meets Streetpunk-Feeling, was mich zum Beispiel bei „Alles Oder Nichts“ entfernt an Kapellen wie 4

  • Die Promo-CD geht nicht! Bandcamp schafft zum Glück Abhilfe. Aber ob das so gut ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Typischer Asselpunk mit durchschnittlichen genretypischen Texten. Ist aber denk ich genauso gewollt. Mir taugts null, muss man sich selbst ne Meinung bilden. Aber lieber auf bandcamp, die CD funktioniert ja eh nicht. analsekret.bandcamp.com (selfreleased) Moron

  • Tüchel kommen aus der Schweiz, existieren seit 25 Jahren (in denen ich noch nie von ihnen gehört habe, was echt schade ist) und spielen bodenständigen Punk´n´Roll. Und das richtig gut, „more and more“ läuft flott durch, man hört die Spielfreude der Helveten. Einzig den Song „shooting star“ hätte man vielleicht besser gelassen….Jungs, Balladen sind gefährlich.

  • Melodischer Punkrock aus der Hardcore-Ecke der mit fröhlichem Up-Tempo Ska daherkommt. Wie auch bei vergangenen Alben, bleiben sich die Italiener, die nebenbei übrigens langjährige Seashepard Unterstützer sind, ihrem Sound treu. Songs die zu Circle Pits und Mitgröhlen einladen – sofern man italienisch spricht. Ansonsten eben wie früher – schreien was man hört. (Long Beach Records

  • Postford rennen bei mir sofort offene Türen ein. Heimspiel quasi. Deutschsprachiger melodischer Punkrock, angereichert mit mal kryptischen, mal politischen und mal melancholischen Texten. Die Scheibe trieft vor Gefühl und Herzblut für die Musik und mich packt es ab der ersten Sekunde. Die Nähe zu einer Band wie Inner Conflict fällt sofort auf, die Bremer_innen gehen

  • Eine Seite Mucke, andere Seite Siebdruck. Sehr melodiöser Pop-Punk-Rock. Da ist doch einer von PUBLIC TOYS dabei, oder? Ich kann mich irgendwie noch dran erinnern, wie wir mit Fozzi & Konsorten vor ’nem viertel Jahrhundert in ESW/WIZ gefeiert und gesoffen ham. Dies hier ist weniger flott als die PT und hört sich eher nach TOTE

  • Komplikations entwickeln ihren Sound seit diversen Alben und 12“es konsequent weiter. Ich ziehen echt den Hut davor, wie man mit so viel Wiedererkennungswert und einer so eigenwilligen Soundstruktur gleichzeitig so abwechslungsreich und spannend bleiben kann. In einem Genre, das bewusst auf Eintönigkeit und Monotonie setzt noch so viel bieten zu können, setzt wirklich Können und

  • Zu hören gibt es gewohnt angepissten Hardcore-Punk mit deutschsprachigen Texten. Wie auch schon das vorherige Album „Dancing In The Streets“, sind auch die vier Songs auf der 7“ sehr gut abgemischt. Neben Beckx kratzigem Gesang gibt es Schlagzeug-Gedresche, Bassbreaks und auch hier und da mal ein wenig Raum für die Gitarren. Dabei bleibt es musikalisch

  • CLAYFACE sind eine neue Band mit alten Nürnberger Bekannten/Veteranen von u.a. IMMURED, die ich immer sehr zu schätzen wusste. Hier gibt’s 8x schnörkellos gespielten, derben, deutschsprachigen HC-Punk, der für ein erstes Release bereits extrem geil ballert. Musikalisch pendeln sich die Schwaben irgendwo zwischen Japcore-Anleihen, ein wenig an die Leipziger von OVERPOWER erinnernd, und HC-Punk der

  • Der Begriff ehrliche deutschsprachige Rockmusik wirkt auf geschmackvolle Menschen ja doch in etwa so attraktiv wie ne vollgefurzte Cordhose mit Schlag, nichtsdestotrotz liefern die Limburger WG-Rocker hier ne sehr patente Mischung aus „Indie, Rock, Pop und Punk mit deutschen sozialkritischen Texten“ ab, die ihresgleichen sucht. Die 2 Songs kommen dazu nicht weinerlich & vage wie

  • Bereits das 6. Album der ausgewiesenen Institution in Sachen Ska, Reggae und Rocksteady aus Kopenhagen. In musikalischer Hinsicht is “The Golden Cage” auf gewohnt hohem Niveau, souliger Gesang, verdammt fitte Bläsersektion und ebenso fitte Musiker sind hier am Werk. Die stets poetischen Texte von Sänger und Songwriter Daniel Broman suchen im Genre auch ihresgleichen. Textlich

  • Das sechste Album (zahllose Splits, Singles, EPs und Compilations nicht mitgerechnet) des Londoner Anarcho- und Streetpunk-Dreierpacks Restarts hat bei neben Freude auch Befürchtungen ausgelöst. Denn bisher haben mir fast alle Restarts-Alben ausnehmend gut gefallen. Lediglich „System Error“ von 2003 war mir etwas zu rockig. Da sie mit „A Sickess of the Mind“ (2013) meiner Meinung

  • Natürlich weiß man, dass bei den Ex-Schiffsschaukelschubsern (siehe Plastic Bomb #16) aus Düsseldorf die Fallhöhe eigentlich nicht mehr vorhanden ist und Schwerkraft im Universum eines Hosen-Hörers eine nicht vorhandene Größe ist. Aber irgendwie haben sie es immer geschafft, einen Restbonus Würde zu halten. Sei es aufgrund überproduzierter Coverplatten, die noch mal Geld in die Kassen

  • Größte Aversionen hatte ich bei dem Cover, passend zum Titel (Forza FC St. Pauli) ein Männergruppenbild mit St.Pauli-Fußballschals. Uff. Der Titelsong selber ist eine nette Midtemponummer mit Mitgröhlparts. Nicht unbedingt my cup of tea, die Intention und Aussage allerdings mit dem Herz am rechten Fleck. Richtig geil ist die B-Seite, 2x flotter Punk gegen Nationalismus

  • Politischer Punk mit starken feministischen Bezug (z.B. Abtreibungsrecht, nicht-Gleichstellung der Frau, Body shaming), wo es im erzkonservativen Polen genügend Konfliktpotential gibt. Das Hauptaugenmerk bei diesem Album liegt eher auf dem Gesang, die Lieder erzählen teilweise ganze Geschichten. Leider sind EL BANDA bei weitem nicht mehr so schnell und aggressiv wie zu Anfangstagen, teilweise driftet es

  • Es wird Herbst in Deutschland. Meteorologisch und auch politisch. Thees Uhlmann bringt dazu jetzt das passende Album raus: „Junkies und Scientologen.“ Mit seinem inzwischen dritten Solo-Album greift der Indierocker deutlich tiefer als zuvor in die Mördergrube Herzen und verabschiedet sich von allerlei Pop-Ballast. Mit den ersten Auskoppelungen „Fünf Jahre nicht gesungen“ hatte man ja schon

  • Die Freuden des Lebens stehen so auch im Mittelpunkt dieses Herbstwerks: Die Liebe, das Schöne und das gute Leben. So ist das Album herrlich anzuhören in seiner jugendlichen Begeisterung, die einen – wie ein Freund neulich schrieb – automatisch 25 Jahre jünger macht. Dass dieser Weg eine bewusste Alternative ist, die der ideologischen Überfrachtung ein

  • Preaching to the converted – oder Selbstvergewisserungs-Punkrock aus Leipzig, der zwar nicht falsch ist, weil er das Richtige anspricht, mir aber eine deutliche Spur zu direkt ist. Ich kann aus diesen Gründen ja schon lange keinen Deutschpunk mehr hören. Es bringt mir persönlich nichts, wenn ich das höre, was man als guten linken Konsens betrachten

  • Das Label Threat From The Past hat schon mit so einigen Wiederveröffentlichungen für Furore gesorgt und einmal mehr schafft es zu überraschen. Tatsächlich gibt es die TOD/STF Split das erste Mal seit 1988 wieder auf Vinyl. Allerspätestens jetzt sollten FreundInnen des 80er Euro-Hardcores aufhorchen. Die Platte erschien damals auf X-Port Plater, dem Label des SO