Reviews

Alle Reviews zu Musik, Büchern, Zines oder Filmen und Dokus auf einen Blick
  • Das sechste Album (zahllose Splits, Singles, EPs und Compilations nicht mitgerechnet) des Londoner Anarcho- und Streetpunk-Dreierpacks Restarts hat bei neben Freude auch Befürchtungen ausgelöst. Denn bisher haben mir fast alle Restarts-Alben ausnehmend gut gefallen. Lediglich „System Error“ von 2003 war mir etwas zu rockig. Da sie mit „A Sickess of the Mind“ (2013) meiner Meinung

  • Natürlich weiß man, dass bei den Ex-Schiffsschaukelschubsern (siehe Plastic Bomb #16) aus Düsseldorf die Fallhöhe eigentlich nicht mehr vorhanden ist und Schwerkraft im Universum eines Hosen-Hörers eine nicht vorhandene Größe ist. Aber irgendwie haben sie es immer geschafft, einen Restbonus Würde zu halten. Sei es aufgrund überproduzierter Coverplatten, die noch mal Geld in die Kassen

  • Größte Aversionen hatte ich bei dem Cover, passend zum Titel (Forza FC St. Pauli) ein Männergruppenbild mit St.Pauli-Fußballschals. Uff. Der Titelsong selber ist eine nette Midtemponummer mit Mitgröhlparts. Nicht unbedingt my cup of tea, die Intention und Aussage allerdings mit dem Herz am rechten Fleck. Richtig geil ist die B-Seite, 2x flotter Punk gegen Nationalismus

  • Politischer Punk mit starken feministischen Bezug (z.B. Abtreibungsrecht, nicht-Gleichstellung der Frau, Body shaming), wo es im erzkonservativen Polen genügend Konfliktpotential gibt. Das Hauptaugenmerk bei diesem Album liegt eher auf dem Gesang, die Lieder erzählen teilweise ganze Geschichten. Leider sind EL BANDA bei weitem nicht mehr so schnell und aggressiv wie zu Anfangstagen, teilweise driftet es

  • Es wird Herbst in Deutschland. Meteorologisch und auch politisch. Thees Uhlmann bringt dazu jetzt das passende Album raus: „Junkies und Scientologen.“ Mit seinem inzwischen dritten Solo-Album greift der Indierocker deutlich tiefer als zuvor in die Mördergrube Herzen und verabschiedet sich von allerlei Pop-Ballast. Mit den ersten Auskoppelungen „Fünf Jahre nicht gesungen“ hatte man ja schon

  • Die Freuden des Lebens stehen so auch im Mittelpunkt dieses Herbstwerks: Die Liebe, das Schöne und das gute Leben. So ist das Album herrlich anzuhören in seiner jugendlichen Begeisterung, die einen – wie ein Freund neulich schrieb – automatisch 25 Jahre jünger macht. Dass dieser Weg eine bewusste Alternative ist, die der ideologischen Überfrachtung ein

  • Das bisherige Standardwerk zum Thema Rechtsrock hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Es erschien 2002 unter dem Titel „RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien“ und ist neben „White Noise“ mit Schwerpunkt auf die Ursprünge in der britischen Neonazi-Szene wohl immer noch die beste Einführung ins Thema. Doch abgesehen von Thomas Kubans Undercover-Reportage „Blut muss fließen“ und

  • Schrottgrenze definieren hier ein neues Genre: queeren Diskurs-Schlager. Eingeschlagen hatten sie diesen Weg schon mit dem „Glitzer auf Beton“-Album und da mit „Sterne“ ja auch schon eine CSD-Pop-Hymne geschrieben, die mir wirklich gefällt und viel positive Energie versprüht.

  • Warum die Siebziger Jahre wichtig waren, hat vier Buchstaben, fängt mit P an und hört mit UNK auf. Keine Frage. Aber natürlich ist in diesem Jahrzehnt noch viel mehr passiert, was Beachtung verdient hat. Der Journalist Jens Balzer hat das jetzt im umfangreichen, lehrreichen und gleichzeitig unterhaltsamen Buch „Das entfesselte Jahrzehnt“ zusammengefasst.    Balzers Siebziger

  • Zwischen dem Erhalt des Buches und dieser Rezension liegen gut neun Monate. Dieses Buch über die legendärenBeastie Boys, welches auf den schlichten und ebenso einprägsamen Titel „Beastie Boys Buch“ hört, lag wie ein backsteingroßes schlechtes Gewissen monatelang mahnend auf meinem Bücherstapel ganz oben. Aber Gewicht und Größe hinderten mich immer wieder daran, es in die

  • Schleim-Keim sind mehr als nur eine ehemalige ostdeutsche Punkband. Bis heute sind sie für viele Menschen Synonym für Punk in der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik. Und die Band ist unmittelbar mit Gründer, Sänger und Mastermind Dieter „Otze“ Ehrlich verbunden. Die gesamtdeutsche Bedeutung von Otze kann man auch daran ablesen, dass er nicht nur eine eigene

  • Im Debutroman des Wieners Simon Loidl stehen die beiden Figuren Robert und Hannes. Der erste arbeitet lustlos in einer in Notlage geratenen Firma als Lektor für langweilige Texte, er zweite an der Garderobe eines Theaters, aber ist die Stelle schnell los, nachdem er sich zu stark für einen Kollegen eingesetzt hat. Beide sind Freunde und

  • Preaching to the converted – oder Selbstvergewisserungs-Punkrock aus Leipzig, der zwar nicht falsch ist, weil er das Richtige anspricht, mir aber eine deutliche Spur zu direkt ist. Ich kann aus diesen Gründen ja schon lange keinen Deutschpunk mehr hören. Es bringt mir persönlich nichts, wenn ich das höre, was man als guten linken Konsens betrachten

  • Das Label Threat From The Past hat schon mit so einigen Wiederveröffentlichungen für Furore gesorgt und einmal mehr schafft es zu überraschen. Tatsächlich gibt es die TOD/STF Split das erste Mal seit 1988 wieder auf Vinyl. Allerspätestens jetzt sollten FreundInnen des 80er Euro-Hardcores aufhorchen. Die Platte erschien damals auf X-Port Plater, dem Label des SO

  • Vor einigen Jahren schrieb Linus Volkmann einige Kolumnen für das berühmte Plastic Bomb-Fanzine. Danach kannte die Karriere des Dressman und Kontaktlinsenverweigerers nur noch eine Richtung: Nach ganz oben! Grimme Preis für seine Arbeit mit Jan Böhmermann, eigene Videokolumne beim WDR, ausverkaufte Lesetourneen und einer Facebook-Reichweite von der Fläche des Saarlandes. Der Popjournalismus-Titan, der alles erreicht

  • Dirk von Lowtow wirkt auf mich, als hätte er schon immer Bücher geschrieben. Tatsächlich war ich etwas überrascht als ich herausfand, dass er kürzlich sein literarisches Erstlingswerk herausgebracht hat.  Vielleicht bin ich einfach nur der Klischeevorstellung von einem Schriftsteller aufgesessen, aber der Tocotronic-Sänger strahlt in seiner Musik und vor allem in Interviews so eine Literaten-Attitüde

  • Razzia – Am Rande von Berlin (CD-Digipak) Rezension von Ronja, erscheint als 2xLP und CD bei Major Label. Ein neues Razzia-Album ist raus, halleluja. Eine Band, die nach diversen Besetzungswechseln, Enthaltsamkeitsphasen und einem gelungenen Comeback vor ein paar Jahren nun nochmal ganz neue Songs rausgehauen hat. Bei derlei Veröffentlichungen gibt es erfahrungsgemäß eine 50/50 Chance

  • Ich muss zugeben, dass ich mit dem neuen Album der Toten Crackhuren im Kofferraum ein bisschen Achterbahn fuhr. Nach anfänglicher Euphorie schlich sich leichte Enttäuschung ein, die aber nach mehrfachem Hören wieder verflog. „bitchlifecrisis“ ist das Coming Of Age-Werk der rein weiblich besetzten Berliner Partyband geworden. Doch jede Party ist mal vorbei und man liegt

  • „Ach Du Scheiße!“ — das war zugegeben mein allererster Gedanke, als ich das monströse Buch „Ramones. Eine Lebensgeschichte“ aus dem Paket holte. Das erste Buch von Flo Hayler ist direkt größer als die WG-Zimmer einiger Studenten, die ich kenne und wiegt laut meiner Küchenwage 2,4 Kilogramm. Wer soll denn das alles lesen? Na ich wohl,

  • Dänemark dürfte selbst für skandinavische Punk-Experten nicht gerade das Land sein, über dessen Szene sich allzu viel sagen lässt. Die Nachbarländer Finnland und Schweden hingegen konnten seit den Achtzigern tonnenweise Crust- und Anarchopunk-Größen exportieren. Die Schweden von Asta Kask schufen mit dem Trallpunk sogar ein eigenes Genre, während ab den Neunzigern aus Norwegen und Schweden

  • Er hat es endlich getan! Ende 2018 hat auch Karl Nagel endlich sein Buch herausgebracht. Nachdem gefühlt jede*r Altpunk*erin über 50 in Ost und West einmal aufgeschrieben hat, dass sie oder er irgendwann mal der oder die Geilste war, kommt nun ein Buch von jemandem, der wirklich mal was gerissen hat und immer noch für

  • Kennt jemand Kackschlacht aus Braunschweig ? 2-Mann-Band, wie auch diese hier. Der Spaß an der Sache ist wohl gleich, nur die Musik ist komplett anders. Emotionaler Garagen-Punk aus Bielefeld. Fängt ja schließlich beides mit B an. Mir ist das gerade etwas zu lahm, aber die Synthie-Parts gefallen sehr gut. Und einfallen lassen haben sich David

  • DIE DORKS scheinen ja in aller Munde zu sein: diverse erfolgreiche Festivalsommer im Sack, unfreiwillige Werbung von AfD-Höcke im Bundestag und das viral gegangene „Kriminelle Bayern“ Shirtmotiv. Was kommt als nächstes? Na klar, ’ne neue Scheibe. Und bei dieser wird schnell klar, dass sie zumindest musikalisch so unberechenbar zu sein scheint wie ein jedes JBO-Album.

  • 1 Jahre nach „Sorry State Of Affairs“ kommen die Frankfurter SCHEISSE MINNELLI rund um US-Exilant Sam McGuire mit ’ner neuen Scheibe um die Ecke gerollt. Und ein Mal mehr können sich Fans der Band auf einen großartigen Soundtrack zur nächsten Skate-Session freuen, d.h. Natürlich als Skateboarder noch Punk und Hardcore zum Trittbrettfahren hörten. Persönliche Geschichten

  • Seit 2002 is die Band aus Stoudsburg in Pennsylvannia schon unterwegs, hat auch bereits schon eine ganze Reihe von Alben veröffentlicht und zeigt den Kollegen vom Big Apple hier erneut, wie man zeitgemäßen NY-Hardcore macht, der sich seiner Punk-Roots nicht schämt, aber sich auch vor dem Einsatz etwas moderner Elemente nicht scheut. Wer sich nicht

  • Hier kommt mal wieder eine der fähigeren und innovativeren 80s-HC-Punk-Bands. Außergewöhnliche Singstimme, hohes Tempo und fähiges Songwriting. Die Jungs nehmen sich im Begleitschreiben selbst etwas auf die Schippe und sagen, dass 4 weiße Cis-Männer textlich nicht viel Neues zu berichten haben. So weit, so ehrlich, allerdings hätten die Songs grade deswegen ein bisschen abwechslungsreicher sein

  • Muss gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch gewesen bin, als ich im Vorwort las, dass Emma und Matzge für die hier enthaltenen Interviews, welche auch den Großteil des Buches einnehmen, quasi vorher einen genormten Fragenkatalog erarbeitet haben. Den willigen Opfern wurden also kühn die selben Fragen vor den Latz geknallt. Eine Herangehensweise, die an und

  • Dieser Tape Sampler bietet einen schönen Überblick von aktuellen Hamburger Bands, die alle D.I.Y auf ihre Fahnen schreiben. Nachdem 2014 die erste Ausgabe auf Uga Uga Tapes erschienen ist, legt das Tapelabel hier mit Bands wie KAPOT, BRAINDEAD, TRÜMMERRATTEN, BIJOU IGITT oder auch EAT THE BITCH nach, um nur ein paar wenige zu nennen. Von

  • „Allstar“-Kapelle mit Mitgliedern von im Ruhrpott nicht unbekannten Bands wie unter anderem SS-KALIERT & MANEGE FREI, dementsprechend ist dat gute Stück für ein Demo auch schon verdammt ausgefeilt ausgefallen. Die drei enthaltenen Songs treten ordentlich Arsch, ohne dabei den Einsatz der höher gelegenen Regionen des menschlichen Körpers wie dem Gehirn zu vernachlässigen. Das erste Stück

  • Jad heißt so viel wie Gift oder Boshaftigkeit auf polnisch. Das passt ganz gut zu dieser neuen HC-Truppe aus Warschau. Hier wird drei Songs lang dem asozialen, modernen Hardcore gefrönt. Hall auf der Stimme, knatternder, böser Bass, meist im Midtempo gehaltener Stomp-Beat. Könnte ohne Problem aus Nuke York kommen. Kaputt, räudig, in die Fresse. Absolut

  • Eine Band, die zehn Jahre nach Grunge mal für einige Jahre Grunge gespielt hat, sich dann für fünf Jahre quasi auflöste und nun wieder musiziert, zeigt mir, wie alt ich bin. Ich kenne sie noch, die Zeiten, als Musik wie diese hier schäl angehört wurde. Die neue Zeit kam mit Nirvana und dem Tag, als

  • Raw-Rehearsal-Recordings einer Heavy Metal !!! – Punk Band aus Göttingen. 8 Songs inklusive Intro-Sample und Girlschool-Cover. Alles sehr Old-School-Metalig mit ner starken Punk-Kante. Was echt ne geile Ausnahme in der überproduzierten Metal-Welt darstellt. Okay, die Proberaumaufnahmen sind jetzt keine Bombe und saufen tun Goddess Of Hell und ihre Jungs wohl auch gerne, das hört man

  • Beim noch recht jungen NO SPIRIT-Fanzine aus Hamburg steht mittlerweile die zweite Veröffentlichung an und es ist eine wunderbare Compilation geworden, quasi das perfekte Mixtape, das man nicht selber aufgenommen hat. Außerdem ist das Tape eine wunderbare Möglichkeit, mal wieder neue und frische DIY-Bands aus Europa (mit einer Ausnahme) zu entdecken. Auch Hamburg kommt nicht

  • Zuerst muss ich dann wohl mal die Geißeln aus dem Keller holen und den beschwerlichen Gang nach Canossa respektive Solingen antreten. Kurz gesagt; ich habe in der letzten Ausgabe ziemlichen Mist gebaut. Wenn ich geschrieben habe, dass Joachim vom OX vorhatte gegen das Romp-Fanzine vorzugehen, weil dort die Veganrubrik ebenfalls “Kochen ohne Knochen” hieß, dann

  • Die Jubiläumsausgabe zum 20. Heft, herzlichen Glückwunsch von meiner Seite. Ich mag das Konzept, sich Interviewparter_innen außerhalb des klassischen Band- und Fanzine-Kosmos zu suchen und dafür auch mal Menschen zu befragen, die man selbst interessant findet, die aber kaum in Zusammenhang mit Punk stehen und mit der aktuellen Szene kaum oder gar nichts zu tun

  • OX #137 Mir persönlich ist es zwar nicht schnuppe, dass einzelne Aktionen respektive Schreiber vom Ox scheiße sind, aber ich bin doch auch Freund einer differenzierten Betrachtung des größten deutschen Musik-Fanzines. Außerdem habe ich es schon immer gehasst, wenn es andersherum hieß, dass Plastic Bomb hätte ja dies oder jenes gemacht, obwohl es sich dabei

  • Zählt dat eigentlich unter Humor, oder is dat schon Kunst, wenn man ne Platte „ Constructive Summer“ tauft, aus Hamburg kommt und dann auf dem Cover seines Tonträgers Laub auf ner nassen Straße abbildet? Funpunk gibt es hier jedenfalls nicht von den ARTERIALS, aber da sich im Bandname der ARTERIALS auch dat Wort „art“ versteckt,

  • Prominent besetzte Garagenkapelle, nach dem namensgebenden Gitarristen und Sänger Jon Von benannt, die hier 4 Cover zum Besten gibt. Mitglieder von JON AND THE VONS haben unter anderem schon bei den RIP OFFs, MR. T EXPERIENCE, den LES TERRIBLES, den PROTOKIDS und den LES BRAQUERS gespielt. Die bei You-Tube hochgeladenen Live-Aufnahmen versprechen auch echt ne

  • Die Italiener frönen hier auf der „ Street Values“ sozusagen dem Proto-Punk alter NYer Schule. Funktioniert gut, hat in seiner schlichten Schönheit und dem leichten Hauch von Glam auch hier und da etwas von den großartigen GIUDA, deren Heimat ja auch der Stiefel is. Der Sound der IDOL LIPS orientiert sich aber insgesamt doch etwas

  • Ordentliche Mixtur aus Punk und Rhythm & Blues, Rock und Garagenklängen mit weiblichem Gesang, erinnert aber auch an so Protopunk-Zeux wie die NY DOLLS, STOOGES und stark davon beeinflusste Kapellen wie die HUMPERS. Wobei nicht so dreckig wie Letztere, aber auch nicht so sauber rockig wie die neueren Sachen der DOLLS. Manche Songs kommen vergleichsweise

  • Groovy, sexy Melange aus Rythm & Blues, Rock’n’Roll, Surf, Soul und fast allem wat sonst noch so in der Garage zuhause is. Getragen wird das Ganze hauptsächlich von der ausgesprochen charmanten Stimme von Sängerin Myriam Swanson. Wären zu Zeiten, als Quentin Tarentino auf dem Höhepunkt seines Schaffens war, wahrscheinlich reich geworden. Talentiert genug dafür wären

  • Wo sich die HOSEN auf ihrem aktuellen Album in Sachen Sound immer mehr so Statisten wie Max Giesinger annähern, liefern CASHBAR CLUB auf ihrem Album eigentlich ganz ordentliche Mucke ab. Die „Welcome To The“ is zumindest kein Anwärter auf dat schlechteste Album des letzten Jahrzehnts, im Prinzip is dat „Laune der Natur“ Album ja auch

  • Das hübsche Comic-Cover mit der knapp bekleideten Latex-Schönheit mit den lila Haaren weckt in Verbindung mit dem Titel der Platte („Libido“) starke Assoziationen Richtung Ende der 60er des letzten Jahrhunderts entstandener Science Fiction Streifen wie beispielsweise „Barbarella“ (mit Jane Fonda in der Hauptrolle) bei mir, die Astronautin der AUTORAMAS trägt auch einen ähnlichen knapp geschnittenen

  • Gestandene Herren aus Hamburg, die einiges an Banderfahrung mitbringen, haben sich im Kamikaze Klan zusammengefunden, um „Punkrock mit Aussage“ unters Volk zu bringen. Ok, das analysieren wir mal. Der hier dargebotene Punkrock hat die Betonung auf Rock und scheppert so im Midtempobereich daher. Ist ganz ok, aber mit dem heiseren Gesang konnte ich mich nach

  • Muss gestehen, dass ich mit dem Album hier wesentlich mehr anfangen kann, als mit einem Großteil des eigenen Materials der MAD CADDIES. Auf der „Punk Rocksteady“ wildern sich die verrückten Golfjungen sozusagen durch fremdes Material und treffen dabei auch definitiv öfter mit ihrem Ska-Punk als Bill Murray im Film „Caddyshack“. Erwischt hat es beispielsweise OPERATION

  • Kämpferischer linksradikaler Rap aus Hamburg mit schön rauher Stimme vorgetragen. Kommt zwar nicht ganz an die Stimme von Ferris ran, aber das ist ja auch unmöglich. Thematisiert werden Gentrifidingsbums, Verdrängung, Hamburger Bullenterror, Juppieschweine, wilde Hamburger Mädels mit Stahlkappen-Chucks, Maskulinität im Rap und so weiter. Unterlegt wird das größtenteils mit klassischen Boom Bap Beats und vielen

  • Relativ frische Band um Dan Wall aka D. „Süpürgesi“ Vacuum & noch wesentlich bekannter unter seinem Psydonym Danny Violence, welcher hier bei BOOGIE HAMMER gleich Gesang & Gitarre übernommen hat und sich zuvor seine Sporen bereits unter anderem bei so namhaften Kapellen wie GENOCIDE SS/ GENOCIDE SUPERSTARS, THE ACCIDENTS und VOICE OF A GENERATION verdient

  • Nicht gerade der typische Bomben-Sound, aber dennoch voll auf meinem Schirm, bereits die „Unanswered Hymns“ ist bei mir öfters gelaufen. Der neue Output steht dem in nichts nach! Doom Metal vom feinsten mit einer ordentlichen Prise Sludge abgeschmeckt. Die äußerst charismatische Sängerin gibt dem ganzen dann den perfekten Schliff und ist auch Live wirklich sehr

  • Hier nun bereits das dritte Album der Berliner Analog-Punks. Wirken merklich gereifter als auf den vorausgegangenen Alben. Die Kollegen haben immer noch einen gewissen Mod- und 77er-Insel-Punk-Appeal, kommen hier in musikalischer Hinsicht aber unterm Strich auch etwas gedrosselter und vergleichsweise überlegter aus den Boxen. Selbst die moderneren Elemente laufen aufgrund des warmen Analogsounds ziemlich rund.

  • Vier Bands teilen sich diesen schicken kleinen Oi!-Sampler, der anlässlich des 10jährigen Jubiläums von R.A.S.H. Leipzig erscheint. FONTANELLE erklären gleich im Opener, dass Skinhead keineswegs für Vaterlandstreue, sondern für Klassenkampf, Antikapitalismus und Internationale Solidarität steht. FLAG SMASHER arbeiten danach kritisch auf, was im spanischen Bürgerkrieg schief gelaufen ist. THE SPARTANICS auf der B-Seite richten sich