HerrensexWow! Das ist definitiv die erste von der Agentur für Arbeit abgesegnete Single, die ich in meiner Rezensentenlaufbahn in die Finger bekommen habe. HERRENSEX haben im Vorfeld für mediales Aufsehen gesorgt. Von Noisey über Web.de hin zu Rapblokk, alle wollten sie dem Phänomen HERRENSEX und ihrer absurden Bandbewerbung bei TCM Rec. auf den Grund gehen.
Es wird von arbeitlosen Hafenarbeitern gemurmelt, von einem nervigen KünstlerInnenkollektiv, von StudentInnen ist da die Rede. Oder doch alkoholisierte Vollasi-Punks? Wer kennt schon die ganze Wahrheit über das Phantom vom Hamburger Dom? 6 räudig rumpelnde Songs, die inhaltlich zwischen klassischen Punkthemen, Dadaismus und Schwachsinn pendeln, später, weiß ich immer noch nicht mehr. Zu kalkuliert wirken hier absichtlich gesetzte musikalische Referenzen, um eine komplette Straßenkötertruppe zu sein, zu roh und ungeschmeidig die Musik, um aus einem Hörsaal zu kommen. Jedenfalls findet der „adrette Herr“ die „Changs“ nicht im „Telefonbuch Tokio“, hat außerdem noch „Angst vorm Amt“ (wer kennt das Gefühl nicht?), ist guter Kumpel von den Jungs vom „Punkrockordnungsamt“ und fragt sich nebenbei: „Wo geht es hier zu den Kammerspielen?“. Ob Marketing-Gag, Zeitungsente oder Kellercombo... es scheppert und kracht zwischen muffeligen Hardcore und altem Deutschpunk. Und vielleicht könnt ihr die weiße Scheibe zumindest als Untersetzer für das nächste Herrengedeck nehmen - und zwar mit Adrettheit und Asozialität. Wie wär's? (This Charming Man Rec.) - Iron Rob

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