Geschrieben von: Basti Samstag, 06. Februar 2010 um 21:35 Uhr
Mit Coverbands ist das ja immer so eine Sache. Meistens und in der Regel ist man ja wesentlich besser bei den Originalen aufgehoben. ME FIRST AND THE GIMMIE GIMMIES jetzt mal ausgenommen, obwohl die letzten Ergüsse der Band um Fat Mike auch nicht gerade dat viel zitierte und sprichwörtliche Gelbe vom Ei waren. Taugt noch nicht mal mehr zum Spülen die dünne Plärre. Vertonte, auf Vinyl gebannte, musikalische Narkolepsie. Höchstens als nebenwirkungsarme Alternative zur klassischen Narkose im OP geeignet. Vom leichtsinnigen Hören beim Spülen wird vom Fachmann sogar dringend abgeraten - die Gefahr eingeschlafen im Spülbecken zu ertrinken wäre einfach zu groß, Anders jedoch diese famosen Berliner Kiezkapelle hier. Namenspate ist augenscheinlich Arthur Spooner. Jener ehemalige Nasenspraysüchtige, und sich selbst als Kommunisten bezeichnenden Vater von Carrie, aus der auch hierzulande recht beliebten Sitcom King of Queens (für ne Amisitcom mit Lachspur eigentlich recht brauchbar). Wat die Band musikalisch so fabriziert erinnert mich streckenweise angenehm an die alten Helden von SERIOUS DRINKING. Neben den musikalischen Parallelen, haben die bei ihren Coversongs auch immer den jeweiligen Text leicht abgeändert (bei “Bobby Moore is innocent“ beispielsweise). Die Songauswahl auf der Platte ist recht breit gefächert. Billie Braggs “New England” wird genauso verathurisiert wie “Johnny too bad” von den SLICKERS, ROSE TATOOs “Nice boys” (nur dass die wenig netten Buben in diesem Fall selbstverständlich nicht Rock’n Roll, sonder Ska & Soul spielen). AGNOSTIC FRONTs (“Gotta Go” wird zu “Gotta Ska“), “Nobody but me” von den DICKIES, COCK SPARRERs “We’re coming back“, PETER AND THE TESTUBE BABIES (“The Jinx” in einer ziemlich genialen Ska-Version). MENACE (“GLC”), Billie Idol (“Dancing with myself” wird konsequenter Weise zu “Skanking with myself”), THE BOYS (Rue Morgue”) und die SPECIALS (“Do nothing”) kommen ebenso zu Ehren. “No Surrender” ist übrigens im Original von Bruce Springsteen. Die Songs werden auch nicht einfach schnöde 1 zu 1 nachgespielt. Die Formel ist trotzdem denkbar einfach. Vielleicht funktioniert die Schose hier auch deshalb so ausgesprochen gut. Punk wird in der Regel (mit Ausnahme von “Rue Morgue”) zu Ska konvertiert, klassischer Reggae und Ska wird unter den Fittichen von ARTHUR & THE SPOONERS zu räudigem Streetpunk. Unnötig zu Sagen, dass die dargebotenen Songs mit dem nötigen Respekt vor den Originalversionen dargebracht werden und das offensichtlich mit viel Spaß anne Backen aller Beteiligten. Die Vinylversion ist auf 500 (teils farbige Exemplare) limitiert und kommt zusätzlich noch mit der CD Version des Albums. (http://www.contra-net.com/)-Basti-

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