Geschrieben von: smart.alex Mittwoch, den 03. März 2010 um 12:51 Uhr
Konzert-/Reisebericht über das Geburtstags-Konzert von Danny, Sänger von Pestpocken!
[geschrieben von Steffi]

„Auf nach Giiieeeeeßßßeeen!“ hieß es für Steffi, Silvy, Pete, Adrian und mich am 20. Februar. Danny und Goetz feierten Geburtstag und diese fette Party wollten wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. Bands wie Gewapend Beton und die Restarts lockten uns also nach Deutschland… Sieben Stunden Autofahrt lagen vor uns doch wir waren „top motivated“ -eh kloar. Die männliche Begleitung amüsierte sich natürlich schon während der Fahrt blendend, der positive Aspekt wenn man keinen Führerschein besitzt… Wir Mädels teilten sich die Freuden und Leiden des Autofahrens, hierbei sei aber erwähnt, dass uns Pete und Adrian während der ganzen Fahrt recht gut unterhalten haben haha… Nach etwa sieben Stunden kamen wir dann vor dem AK44 in Gießen an (Ein Hoch auf das Navigationssystem!).
Gerade angekommen gönnten wir Fahrerinnen uns erst mal das erste Bier (für die Herrn wars das dritte oder vierte…), vernichteten alles Essbare was wir im Auto finden konnten und checkten erst mal die Location ab. „Erinnert mich voll ans Üdüwüdü“, war irgendwie der erste Satz der Pete über die Lippen kam, als wir vorm AK44 standen. Inmitten dieser netten, unscheinbaren Wohnsiedlung sollte also die fette Party steigen. Na da waren wir ja mal gespannt. Nix wie rein in die Bude.
Wir waren so ziemlich die ersten, die da waren, was aber ziemlich gemütlich war. Die Ösis wurden natürlich auch gleich beim Eingang mit Aussagen wie „Hey, nehmt ja keine Schilling von denen an!“ begrüßt. Sehr nett, sehr amüsant. Wir fühlten uns fast wie zuhause. Und da floss auch schon die erste Falsche Vodka mit Ichkannmichnichtmehrerinnern und eine Flasche Hirschi. Das erschütternde war aber, die kannten hier keinen Hirsch! Für die deutschen Leser: das ist Jägermeister mit Red Bull. Unbedingt probieren. Sie werden begeistert sein.
Genauso begeistert wie wir an diesem Abend waren. Die ersten beiden Bands namens X-Dictators und Auweia! haben wir eigentlich vollkommen verpasst. Ich weiß auch nicht, da waren wir anscheinend noch mit Trinken beschäftigt. Aber bei Gewapend Beton ging’s dann so richtig los. Immer wieder eine Freude zu sehen, was die Jungs auf dem Kasten haben. Mit Nummern wie „King Of Fools“ und „17 Until We Die“ brachten sie das AK44 zum Beben, die Menge zum Schwitzen und mir bescherte der ganze Spaß einige blaue Flecken (wie ich am nächsten Morgen verwundert feststellen musste). Die Restarts hab‘ ich nur am Rande mitbekommen, hab aber ein Video von ihnen gemacht und muss sagen, die sind auch ganz schön abgegangen. Ich muss zugeben, ich hab die das erste Mal live gesehen, hab also auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Der ganze Abend war eigentlich der reinste Spaß. Viele nette Leute kennengelernt, von denen mir
etwa die Hälfte der Namen wieder entfallen sind. Aber: Die Deutschen waren von unserem Bier begeistert. Irgendein Typ der eben gerade vorm WC stand meinte „Ey, wasn dat für’n Bier?“ und ich dachte so bei mir „16er BLECH, OIIIDAAAAAAAA!“. Hab ich natürlich nicht so gesagt. „Ottakringer!“, hab ich dem deutschen Kollegen das lieb und nett erklärt.

Außerdem sollte meine Jacke sowie eine meiner Kontaktlinsen noch irgendwo in Gießen rumliegen (Finderlohn = 100 echte österreichische Schilling!). Ausgesprochen gute Party jedenfalls.
Auch die Aftershow-Party konnte so einiges, unter anderem wurde zu Hits wie „Girls just wanna have fun“ abgetanzt – sehr nice.
Irgendwann so gegen 4 versuchten wir im Auto zu schlafen, was zu fünft natürlich nicht gut klappte. „Hier zu fünft im Auto zu schlafen, das funktioniert nicht – Mission Impossible! Ich scheiß drauf, ich geh rein und sauf mich weiter an!“, war Adrians Plan – auch eine Möglichkeit. Silvy, Steffi und ich versuchten irgendwie ein Auge zuzukriegen aber als wir (trotz enormer Kälte!) grad am Einschlafen waren kamen die anderen auch schon wieder an und meinten wir hätten einen Schlafplatz. Halleluja! Also machten wir uns auf, zur WG von Danny, wie es ja eigentlich von Anfang an geplant war. Wir gingen und gingen, der Weg wurde irgendwie nicht kürzer. Völlig kaputt und fertig mit der Welt kamen wir dann an und machten’s uns gemütlich. Wir teilten uns auf Stockbett, Couch und Boden auf. Keine Ahnung wieviele Leute eigentlich in der Wohnung waren, wir wollten einfach nur noch schlafen. „Eyy die Österreicher sind ja auch hier… macht ihr mir nen Kaiserschmarren?“ und ähnliche Aussagen hab ich im Halbschlaf sogar noch mitbekommen. Genauso wie die Epileptiker-Katze namens Babylon, die des Nächtens durchs Zimmer streifte. Irgendwann als wir schon schliefen kam Danny rein und meinte völlig erschüttert: „Eyy was machtn ihr? Das is ne Auszieh-Couch, da habt ihr gleich viel mehr Platz…“ Ja, das war ein kleines aber feines Detail, das irgendwie keiner von uns mitbekommen hatte. Er hat sicher gedacht, in Österreich gibt’s sowas nicht. Sehr toll. „Und was macht ihr da am Boden? Ohne Matten? Wie habt ihr da solange überlebt?“ Und da hat er Matratzen für Pete und Steffi geholt, die sich geopfert hatten, am Boden zu schlafen. Wirklich sehr gastfreundlich, dieser Mann – ein großes Dankeschön an Danny nochmal ;)
Irgendwann gegen Mittag haben wir uns dann überwunden aufzustehen und den Weg zurück zum AK44 und unserem Auto anzutreten. Vorher noch beim Döner/Pizza – Stand unseres Vertrauens zu Mittag gegessen und ab ging‘s. Richtung Vienna-City. Aber hey, wir kommen wieder – keine Frage ;)



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