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minarett2Gerade regen sich auch hierzulande viele Medienvertreter und Menschen auf, weil in der benachbarten Schweiz das passiert, was immer passiert, wenn man den gemeinen Pöbel an politischen Entscheidungen direkt beteiligt. In 98 von 100 Fällen wird dabei in der Schweiz wie anderswo nur über die Farbe der Müllsäcke oder die zukünftige Höhe der Bordsteinkanten entschieden. Also kein Grund zur Panik.

Aber wen wundert’s schon wirklich, dass, wenn es um so heikle Dinge wie die Errichtung von erhöhten Standplätzen für islamische Gebetsrufer geht, die mehrheitliche Bevölkerungsmasse nicht so recht in multikulturelle Begeisterung verfallen will? Genau so gut könnte man auch über das Bleiberecht von schwer besoffenen Postkartenpunkern an öffentlichen Marktplätzen oder über Spritzentausch-Möglichkeiten in kinderfreundlichen Wohngebieten abstimmen lassen. Bei solchen Themenlagen sind positive Überraschungen wirklich nicht zu erwarten.



Dabei gibt es genug vernünftige Gründe, den Bau solcher Türmchen sowieso komplett abzulehnen und zu bekämpfen, und eigentlich reicht sogar Einer, der hier: RELIGION IST ABSOLUTE SCHEISSE. SCHON IMMER. WEG DAMIT. Punkt.

Dummerweise ist heute alles so furchtbar kompliziert, denn die Verfassungsschutz-Partei NPD ist wirklich so berechenbar behämmert, auf diese Diskussion mit dem Arsch voran aufzuspringen und eine Online-Petition zum Minarettverbot in Deutschland zu bemühen. Nachdem Jürgen Riegers unspektakuläres Ableben leider doch keinen wochenlangen Trauerterror der volkstreuen Anhänger nach sich zog, kommt die Steilvorlage der Schweizer Kameraden natürlich gerade recht. Endlich wieder einen öffentlichkeitswirksamen Rohrkrepierer am Start! Jetzt geht der Kelch also an uns aufgeklärte Gutmenschen zurück: Minarette gegen Rechts? Oder doch lieber: Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland? Eure Meinung ist gefragt!
Kommentare (46)Add Comment
... geschrieben von Zombino, 14.Dezember 2009, 17:54 Uhr
Zombino
(...)Und da landet man meiner Auffassung nach nicht nur bei Argumentationsketten, sondern eben schlussendlich so oder so bei irgendeiner Art von Glauben.(...)
Ebend! Sach ich doch...

Wir Glauben an Humanismus, Aufklärung, Emanzipation etc., wir sind so aufgewachsen und ICH will daran mal gewiß nix rüteln... diese Werte müssen verbreitet und durchgesetzt werden.Aber das Meine ich halt auch nur weil ich das GLAUBE.

Diejenigen die Frauen, "Ungläubige", nicht-Arier oder Tiere für minderwertigere Lebewesen halten "Glauben" das mit dem selben Inbrust.Gut mit den Tieren bin ich auf ihrer Seite...

Ich stehe zu meinem "Relativismus", ich behaupte nur daß ich relativ mehr Recht habe als andere.

"(...)Totalitär ist Marcuse zu folge übrigens auch die Gesellschaft in der wir leben. Und ich finde da hat er recht… (...)"

Ich kenne Marcuse nicht aber in Bezug auf deine Beobachtungen vom Markt finde ich "Markttotalitär" prinzipiell ganz treffend.
... geschrieben von Atakeks, 12.Dezember 2009, 10:51 Uhr
Atakeks
Nun zunächst mal geht es mir hier gar nicht um „Utopie“ oder „Realpolitik“, sondern vorläufig bloß um „richtig“ und „falsch“ oder (da Du das G-Wort schon in die Debatte eingeführt hast, bringe ich jetzt auch noch das B-Wort) um „Gut“ und „Böse“. Und ohne ein paar Grundwerte, an denen nicht gerüttelt werden darf, die man als „absolut“ setzt (Menschenrechte…) wird ein besseres Leben für alle nicht möglich sein (dass es dazu aller Wahrscheinlichkeit nach nicht kommen wird, spielt hier keine Rolle!). Und eine solche gemeinsame Basis würde auch noch keinen globalen Ameisenstaat hervorbringen, sondern durchaus noch unterschiedliche Lebensentwürfe und Dissens ermöglichen. Die Frage war bloß woran man diese Grundwerte fest macht, wie man sie begründet. Und da landet man meiner Auffassung nach nicht nur bei Argumentationsketten, sondern eben schlussendlich so oder so bei irgendeiner Art von Glauben. Wenn man dies anerkennt und bemerkt, dass „Glauben“ nix grundsätzlich Schlechtes ist, der Gegensatz „Wissen(schaft) gut/ Glauben schlecht“ folglich nicht haltbar ist, dann kann man vielleicht auch dazu kommen die Religionen kritisch zu betrachten, ohne sich gleich zu nutzlosen Verallgemeinerungen wie „Religion is Scheiße!“ zu versteigen…
Totalitär ist Marcuse zu folge übrigens auch die Gesellschaft in der wir leben. Und ich finde da hat er recht…
... geschrieben von Zombino, 10.Dezember 2009, 15:36 Uhr
Zombino
Relativismus wird doch nur abgelehnt, aus dem Erfahrungswert heraus ,daß es niemals einen allgemeingültigen Konsens zwischen den Menschen geben wird WAS das richtige ist und was nicht... das Ergebnis sind verschiedene Lebensentwürfe und somit zwangsweise Konflikte.

Utopie wäre es wenn sich wirklich alle Menschen sich zusammensetzen könnten und beschließen: wir machen das weil wir wirklich denken dieses ist das Notwendige und Gute.

Und die Antwort darauf soll dann nu DOCH wieder eine Argumentationskette sein die sich auf eine allgemein anerkannte Wahrheit stützt?

Es ist ja schon utopisch anzunehmen dass die meisten Menschen überhaupt eine WAHL hätten... bewegt man sich innerhalb irgendeines Totalitarismus hat man das definitiv nicht.
... geschrieben von Atakeks, 10.Dezember 2009, 13:30 Uhr
Atakeks
Auch „innerhalb“ der Religionen gibt es Diskurse, die zweifelsohne von philosophischen oder gesellschaftlichen Diskursen beeinflusst werden, gibt es progressive, konservative und reaktionäre Strömungen. Umgekehrt wurden Philosophen religiös geprägt oder beeinflusst. Der große Aufklärer Kant war kein Atheist sondern versuchte sich an einem Gottesbeweis und an den „unbewegten Beweger“ von Aristoteles kann mensch letztlich glauben wollen oder nicht. Gewisse Grundannahmen müssen aber notwendig auch von den Philosophen als „absolut“ gesetzt werden, jedenfalls wenn ihre Modelle und Konstruktionen eine gewisse Verbindlichkeit besitzen und nicht beliebig sein sollen. Und damit sind wir dann bei einem Grundproblem: Gerade auf Linke, Anarchos, Punkernasen usw. wirkt die Vorstellung absoluter Wahrheiten abschreckend, als Tod der Freiheit etc. Nur ohne diese landen wir, das Ganze „zu Ende“ gedacht, bei einem Relativismus, der es uns unmöglich macht überhaupt noch zu einem (gesellschaftlich gültigen) Urteil über irgendwas zu kommen… Dabei ist mir klar, dass es Unterschiede zwischen „der Philosophie“ und „der Religion“ gibt, nur rechtfertigen diese aus meiner Sicht nicht die pauschale Abkanzelung von Letzterer.
... geschrieben von Zombino, 10.Dezember 2009, 12:54 Uhr
Zombino
Von "Staat" (im alten Sinne) hatte ich doch garnicht geredet.
... geschrieben von Zombino, 10.Dezember 2009, 12:53 Uhr
Zombino
Die Philosophie besteht aber aus Diskurs, die Religion so wie ich es sehe nicht.Glauben fängt doch da an wo an eine absolute Wahrheit geglaubt wird oder?Dass Ideologie religiöse Züge annimmt bestreite ich als Letzter...

Dass die Leute SO nicht mehr an gesellschaftliche Ordnung glauben bezweifle ich stark, auch wenn das Thema bei ihnen nicht an erster Stelle stehen mag... der "Neoliberalismus" wie du es nennst (ich vermute nämlich du meinst eigentlich etwas anderes oder?) an den sie Glauben funktioniert doch nur weil sie den GLAUBEN daran haben ,daß alles irgendwie so bleibt wie es ist und immer weiter funktioniert ,dass es soetwas wie ein "System" gibt -das ist doch ein Wert oder nicht?
@Zombino geschrieben von Atakeks, 10.Dezember 2009, 10:21 Uhr
Atakeks
1)Yepp, geisteswissenschaftliche und philosophische Fragen, bei deren Diskussion/ Beantwortung allerdings meiner Auffassung nach immer wieder Punkte erreicht werden, an denen Dinge geglaubt werden müssen, um eine Konstruktion aufrecht erhalten zu können.Von daher finde ich das Überlegenheitsgefühl gegenüber Religionen mitunter ein wenig vermessen...
2) Wer glaubt denn hier an die Verfassung oder die Gesellschaft? Wer weiß denn noch was diese Worte bedeuten? Das waren bildungsbürgerliche Vorstellungen, mit denen die 20-25-jährigen wandelnden Rechenmaschinen, die ich an der Uni täglich erleben darf, bestenfalls noch oberfächlich etwas anzufangen wissen. Den neoloiberalen Dreck aber haben sie fast alle gefressen und da kommt der Staat als positive Bezugsgröße kaum noch vor.
... geschrieben von Zombino, 10.Dezember 2009, 10:12 Uhr
Zombino
Dass man Politik und Gesellschaftskritik nicht nach NATURwissenschaftlichen Masstäben betreiben kann ist klar... das sind geisteswissenschaftliche und philosophische Fragen.

Dass der Markt als solches die Religion ersetzt hat bestreite ich in diesem Sinne jedoch.Der Ersatzglaube ist ein Glaube an die Gesellschaft, den Staat, die Verfassung, die Nation und viele weitere Konstrukte... immernoch ein Glaube an "Werte" (die nur nicht mehr religiös begründet werden) der "Markt" ist nur etwas das durch unsere Lebensweise entstanden ist und und diese mittlerweile komplett durchzieht.


@Zombino geschrieben von Atakeks, 10.Dezember 2009, 09:52 Uhr
Atakeks
Doch, es ist etwas an die Stelle der alten Religion getreten (die vorwiegend Sache eines wegsterbenden, konservativen Bildungsbürgertums ist). Die neue Gottheit heißt "Markt" und die zukünftigen Leistungsträger der Nation, die weder Bürger im eigentlichen Sinne noch gebildet sind, huldigen ihr bedinungslos. Wer ihre Dogmen in Zweifel zieht, wird für wahnsinnig oder zum Ketzer erklärt.
Punk ist keine Religion, sondern nur ein dürftiger Ersatz. Im Fall der Marktwirtschaft sieht das ganz anders aus...
Ein bisschen Christ und deshalb Sozialist und Gott sei Dank kein Punkschlagzeuger geschrieben von Atakeks, 10.Dezember 2009, 09:47 Uhr
Atakeks
Was jetzt? Nun, man könnte sich z.B. mal fragen wo die eigenen Wertvorstellungen, sofern´s da welche gibt, eigentlich herkommen und ob sie tatsächlich etwas mit „Wissen“ oder nicht doch mehr mit „Glauben“ zu tun haben. Und ob die Annahme, die Wissenschaft könne uns irgendwann uns selbst, die Welt und das Universum hinreichend erklären, nicht vielleicht auch nur ein frommer Wunsch ist (von einer Sinnstiftung durch die Herren in den weißen Kitteln mal ganz zu schweigen). Unter´m Strich kommt für mich dabei raus, dass 1) jede Gesellschaft, vor allem aber eine bessere als diese hier, Basiswerte braucht, die in erster Linie geglaubt, nicht gewusst werden und 2) ich keine grundsätzlichen Schwierigkeiten mit metaphysischen Sinnsuchen habe, so lange sie nicht Leben und Gesundheit anderer beeinträchtigen. Das bedeutet nicht keine Kritik an der katholischen Kirche oder gewissen Ausprägungen des Islam zu formulieren. Nur gibt´s da (vermutlich in fast allen Religionen) auch positive Aspekte zu sehen und die möchte ich ohne ein philosophischen Gegen- oder Ersatzkonzept nicht so hemdsärmelig über Bord geworfen sehen…
... geschrieben von Zombino, 10.Dezember 2009, 08:43 Uhr
Zombino
Es geht doch nicht um "Gut" finden...

es geht um einen Balance-Akt zwischen "der Freiheit der Andersdenkenden" und der "Kritik der reinen Toleranz".
@ Keks geschrieben von Jan, 10.Dezember 2009, 00:06 Uhr
Jan
Nee, geht nicht am Thema vorbei. Du willst darauf hinweisen, dass das Eis, das uns vom kalten Wasser der totalen Barbarei trennt, verdammt dünn ist.

Oder anders gesagt: Wenn die Verwertungslogik einer kapitalistischen Ordnung keinerlei positve moralisch-ethische Identifikationsangebote (mehr) bereithält und parallel eine ganz wesentliche Quelle solcher moralisch-ethischer Grundsätze, nämlich Religion (in unserem Falle meistens die christliche) ersatzlos wegfällt, ist die Lampe erstmal ziemlich aus.

Dem kann man nur schwer widersprechen.

Nur, wo soll es jetzt hingehen? Ein bisschen Religion doch ganz gut finden?

Lieber Minarett statt AZ? Gewerkschafter, Christ und Punkschlagzeuger?
... geschrieben von Zombino, 09.Dezember 2009, 13:46 Uhr
Zombino
Dass da WIRKLICH etwas an die Stelle der alten (christlichen) Religion getreten wäre sehe ich in diesem Masse noch nicht, diese Religion ist durchaus noch da und ihr sehr wohl vorhandener breiter Einfluss sollte nicht zu gering eingeschätzt werden.Ansonsten verwehre ich mioch dagegen Islamkritik und islamFEINDLICHKEIT miteinander gleichzusetzen, ganz nett zu lesen:
http://www.cafecritique.priv.at/Islamkritik.html

Aber interessant ,daß die Diskussion mittlerweile auch erkannt hat ,daß Volksentscheide und Demokratie wohl Scheisse sind... gut ,daß in MEINER Anarchie alle MEINER Meinung sind!


@Jan geschrieben von Atakeks, 09.Dezember 2009, 13:04 Uhr
Atakeks
Grundrecht, ja, aber es ging schon noch um ein bisschen mehr. Beispielsweise könnte man fragen was denn in den "aufgeklärten" westlichen Gesellschaften an die Stelle der (alten) Religion getreten ist und ob, ungeachtet gewisser Fortschritte was etwa die Gleichberechtigung der Geschlechter betrifft, das hier praktizierte Maß an Menschenverachtung tatsächlich ein geringeres ist. Ebenso ob eine ausschließlich auf wissenschaftlicher Vernunft basierende Gesellschaft zwangsläufig eine in unserem Sinne "menschlichere" ist... Geht das am Thema vorbei? Da ich hier ständig so grundsätzliche wie undifferenzierte und wenig begründete "Religion is´Scheisse!"-Statements lese, finde ich das nicht...
@hippie geschrieben von simon, 09.Dezember 2009, 11:35 Uhr
simon
kann sein, daß die, wenns nicht ums geld geht, schonmal rational entscheiden...wenns da aber nur ums baurecht ginge, gäbs die diskussion nicht. es ist auch die einnahmequelle von politikern und journalisten, diese diskussionen zu starten. das volk will dann selber abstimmen. minderheitenschutz ist sehr wichtig. find ich gut, daß du über grundrechte nicht verhandelst.
zum Eigentlichen geschrieben von hippie, 09.Dezember 2009, 10:52 Uhr
hippie
Minarett, Religion, Toleranz ... Für mich wird hier ganz deutlich wie gefährlich es sein kann wenn Volksentscheide die Parlamente umgehen sollen.
Wenn alle mitentscheiden dürfen, bei kurzer Vorbereitungszeit, über Themen die ihnen angeblich am Arsch vorbei gehen aber doch emotional beschäftigen.
Noch dazu bei Grundrechten, die nicht verhandelbar sind
Auch bei diesem Thema plädiere ich für die parlamentarische Demokratie und vertraue den gewählten Volksvertretern dass sie rational entscheiden. Ich sehe die Minarettfrage lieber durch das Baurecht geregelt als dass rechtsgesinnte Gruppen die Wähler missbrauchen um Emotionen zu schüren und in eine bestimmte Richtung lenken: gegen Ausländer, gegen das „Fremde“.
Damit spreche ich niemand seine Meinung ab, dass davon genügend existiert zeigt ja die lebhafte Beteiligung hier.
... geschrieben von Jan, 09.Dezember 2009, 00:54 Uhr
Jan
Ja, aber das ist ein anderes Thema. Es würde zu weit führen hier. Jetzt also erstmal "Krieg der Kulturen"...
... geschrieben von Latti, 09.Dezember 2009, 00:28 Uhr
Latti
Also, irgendwie haben da anscheinend einige Leute keinen Humor....
... geschrieben von Jan, 09.Dezember 2009, 00:17 Uhr
Jan
Und: "noch alles fit im Kopf" heisst doch auf Neudeutsch "Ich hoffe, Dein Schaden hat keinen Verstand genommen"...
... geschrieben von Jan, 08.Dezember 2009, 23:59 Uhr
Jan
Kriegt ihr eigentlich alle ne SMS in die Kneipe geschickt, wenn hier ein neuer Kommentar auftaucht?

@ Hackl Schorsch: Im Sommer habe ich mich noch gar nicht als deutscher islamfeindlicher Intellektueller hier profiliert, der Strache kann mich also gar nicht gemeint haben.
@ Latti geschrieben von Hackl Schorsch, 08.Dezember 2009, 23:42 Uhr
Hackl Schorsch
jo, Alles abreissen oder autonomes Zentrum im Kirchturm oder Minarett, noch alles fit im Kopf ?
@ Latti geschrieben von Jan, 08.Dezember 2009, 23:38 Uhr
Jan
Bin auch etwas enttäuscht, dass diese Idee nicht zuerst aus Österreich kam, bei aller Liebe ;D

Jetzt ist es eigentlich an der Zeit, Basti nach der Position von Sir Gaddafi zu fragen. Wann wird die Schweiz konkret vernichtet werden?
ach geh... geschrieben von Hackl Schorsch, 08.Dezember 2009, 23:31 Uhr
Hackl Schorsch
@jan
jo, Zusammenfassung könnt ich so stehen lassen...
...so ein Minarettverbot wirkt sich natürlich sicher ganz positiv für die Christen im Orient aus...
zur letzten Anmerkung: naja Lacher? War der NS jetzt so Christenfeindlich wie er vllt. manchmal dargestellt wird? Ich denke das hielt sich sehr stark in Grenzen. Und gerade im extremrechten Spektrum tun sich zwischen Christentum, Satanismus und (Neu)heidentum so manche Schnittmengen bzw. Abgründe auf.. Stichwort Von Thronstahl & Co
Die Rechte dreht eh alles durch den Fleischwolf was ihnen irgendwie in den Kram passt. Da kann ich auch wieder zum Thema zurück kommen, ich hab im August ein Sommerinterview mit dem "politischen Arm von Freiwild" mir im ORF gegeben, 2 Damen hatten die Aufgabe den charmanten Herrn Strache (FPÖ) bloszustellen, versagten aber zugegebenermaßen kläglich. Beim Thema "Islam" "Integration" etc. gabs vom HC immer die Anmerkung das "Linksintellektuelle aus Deutschland" (Zitat) ja genauso denken wie er. Wen er da wohl meinte, hmm ?



... geschrieben von Latti, 08.Dezember 2009, 23:24 Uhr
Latti
Ohne das ich jetzt die anderen Kommentare durchgelesen hab(werde ich aber noch machen, wenn ichg mehr Zeit finde): Religion ist Scheiße, das ist Scheiße, das ist klar, dann aber auch weg mit Kirchtürmern christlicher Kirchen! Dummerweise sind einige nur rein als Kulturgut ja ganz hübsche Bauwerke, aber das ist wieder ein anderes Thema... Vielleicht alle einfach besetzen, und autonome Jugendzentren einrichten... (-;

In Österreich wäre wohl auch kein anderes Ergebnis rausgekommen, da wäre die Ablehung wahrscheinlich noch höher gewesen.
... geschrieben von Jan, 08.Dezember 2009, 22:04 Uhr
Jan
Freue mich, dass das Thema offensichtlich einen Nerv trifft!

Zusammenfassend könnte man doch sagen, dass die Meisten hier zwar eigentlich Religion an sich blöd bis unerträglich finden, aber größtenteils ihre Ausübungung tolerieren, solange sie die eigene Freiheit nicht allzu sehr beeinträchtigt.

Religionsfreiheit als verteidigungswürdiges Grundrecht (Atakeks) ist auch ein gutes Stichwort - gerade, weil die Leute, die so eine NPD-Petition unterschreiben, ja darauf herumreiten, dass sie es nicht einsehen, dass hier Menschen Moscheen oder Ruftürmchen bauen dürfen, während in vielen sog. islamischen Ländern das Ausüben christlicher Religion erschwert oder gar unterdrückt und bekämpft wird.

Dass sich Rechte dabei positiv aufs Christentum beziehen, ist natürlich auch wieder ein kleiner Lacher fürs nächste Sonnenwendfeuer...
... geschrieben von peppo, 08.Dezember 2009, 21:07 Uhr
peppo
Religion ist auf jedenfall heilbar! Und mich nervt vor allem die scheiss Kirche von der ich nur ein paar Meter weit weg wohne. Heil Satan! Von meinem Christentum hab ich mich schon lange befreien lassen. Hat glaube ich damals so 25 D-Mark gekostet aber das wars mir wert. Aber ich finde, das gläubige Menschen im Vorteil sind. Weil, die haben bei all der Scheiße die auf der Welt passiert noch ein Stück Hoffnung und bleiben so Gesellschaftsfähig. Bei mir beobachte ich das Gegenteil weil ich eigentlich an garnichts mehr glaube. Und was die Jodel-Türme betrifft, meinetwegen weg damit (oder erst garnicht hin) aber dann auch bitte die Kirchenglocken abstellen. Das setzt sich aber eh nicht durch bei der verblödeten Gesellschaft. Es gibt keine richtige Lösung im falschen System!
... geschrieben von Hackl Schorsch, 08.Dezember 2009, 20:35 Uhr
Hackl Schorsch
Also das es nicht um Türmchen geht sondern um den Islam an sich dürfte egtl. ja bei jedem angekommen sein. Und gegen den Islam zu sein ist natürlich super dupi & praktizierter Stammtisch- bzw. Plenen- Volkssport von Rechts bis Links. Immerhin - man muss sich keine Gedanken machen irgendeine Rassismuskeule übergeballert zu kriegen, schließlich gibt es ja weiße, schwarze, schlitzäugige und für manche besonders aufgeklärte Zeitgenossen auch noch ganz viele braune Moslems! Die heissen dann aber nicht mehr Moslems sondern Islamofaschisten... Was mich zwangsläufig zur nächsten "urban & rulal legend" bringt - die Weltherrschaft! Richtig, der gemeine Moslem ist nicht nur einfach religiös sondern will diese an sich reißen durch Verteidigungstürme, genannt auch Minarette, und natürlich ganz viele neue Kopftuchmädchen, die er im Akkord produziert, denn der gemeine Moslem ist potent, da er ja nicht seine Spermien unfruchtbar säuft. Irre Typen sind das, diese Muselmannen, herrje, was da über Europa noch so alles hereinbricht, ich will ja gar nicht dran denken!

Sorry Jan, ich bin auch nicht religiös, aber ich hab diesbezüglich ein wenig mehr Toleranz als du, will das jetzt auch garnicht weiter ausführen...








... geschrieben von BleckJack, 08.Dezember 2009, 19:40 Uhr
BleckJack
die swingerclub idee ist klasse!
... geschrieben von simon, 08.Dezember 2009, 19:13 Uhr
simon
glauben schadet auch nur der wissenschaft, aber die müssen noch zusammen in ring...gibt aber wirklich nichts schlimmeres als heilige
... geschrieben von Zombino, 08.Dezember 2009, 16:20 Uhr
Zombino
Ich bin meistens ganz froh dass die Menschheit nicht nur aus Punks besteht...
... geschrieben von ronja, 08.Dezember 2009, 15:50 Uhr
ronja
Ich kann da nur den allwissenden Lars Besa zitieren: http://www.youtube.com/watch?v...re=related
... geschrieben von Zombino, 08.Dezember 2009, 15:05 Uhr
Zombino
Fördern und unterstützen ist aber grundsätzlich etwas anderes als dulden (ist es das wirklich?)...

Wenn ich EINER Religion abspreche Gotteshäuser zu bauen ist das eine Benachteiligung einer bestimmten Religion gegenüber den anderen und damit ein Verstoss gegen Religionsfreiheit... oder?
... geschrieben von ronja, 08.Dezember 2009, 14:11 Uhr
ronja
Das ist für meinen Geschmack aber ein Rückschritt, Religion als wesentlichen Teil einer Kultur zu fördern.

Also ich war ganz froh, dass sich in den letzen Jahren der ganze Christenkram erst aus der Politik und langsam auch aus den Gesellschaftlichen Zusammenhängen in DLand zurück gezogen hat und hoffentlich langsam zur Privatangelegenheit wird.

Jetzt eine andere Religion zu integrieren und zu fördern find ich ätzend.
Dh nicht dass ich den Menschen das absprechen möchte oder ihnen das gar verbieten.

Aber eben auch nicht so öffentlich fördern....
... geschrieben von Zombino, 08.Dezember 2009, 12:56 Uhr
Zombino
Ergänze, bevor ich wieder abstürze:
ist es nicht gerade besser mit dem gemässigteren Moslems zu versuchen zusammemenzuarbeiten?Ist nicht gerade DAS eine gute Chance die toleranteren Seiten dieser Religion zu stärken und die fanatischeren zu bekämpfen? Oder Funktioniert das so nicht?
Sollte man überhaupt so taktierend denken?
Eines steht wohl fest: Der Islam IST schon längst ein Teil DIESER, unserer, Kultur geworden, und zwar nicht erst seit gestern.Wenn man Minarette etc. verbietet hält man nur den Schein aufrecht dies sei nicht so, indem man diese Religion aus dem öffentlichen Bild raushält.
... geschrieben von smart.alex, 08.Dezember 2009, 12:53 Uhr
smart.alex
Genau, ich will ja keinem sein recht auf religion/glauben absprechen, das wäre ja fatal, dann wäre ich ja nicht besser als DIE. Aber wie die Ronja schon so ähnlich gesagt hat, wird es kritisch wenn die frommen Lämmer raus gehen, anfangen zu missionieren und man als Kind schon in eine Religionsschublade gesteckt wird und die Religionen die absolute Wahrheit für sich pachten und anderen Leuten damit auch noch auf den Sack gehen.
... geschrieben von Zombino, 08.Dezember 2009, 12:52 Uhr
Zombino
Arrrgh... gerae ist mein ellenlanger Post zum Thema gelöscht worden!

egal: laut Spiegel (zitat: nebenan steht ein schweizer Sikh-Tempel und über den regt sich niemand auf)

ist das Problem nicht pro- oder kontra-religion oder das Ablehnen von Multikulturalismen sondern klipp und klar: anti-islamismus!

Es ist eine spezielle Islamfeindlichkeit die zum Verbot geführt hat.
... geschrieben von Proll Pott, 08.Dezember 2009, 12:21 Uhr
Proll Pott
Ich hätte nix dagegen, wenn sämtliche Kirchen, Synagogen, Moscheen und ähnlich gelagerte Betbeuden zu 1€-Läden , Swingerclubs oder ähnliches umfunktioniert werden würden, ist leider nicht realistisch, weil irgendwer immer nach einem Heilsbringer krähen wird. Also ist es mir egal, ob da nun Eine Moschee oder Kirche rumsteht, ich muss ja nicht reingehen, solange mich kein Glockengebimmel oder Muezzingejaule morgens weckt gehts mir am Arsch vorbei, genau wie sämtlicher andere Religionsmist.
@ ronja ,nicht zu vergessen geschrieben von BleckJack, 08.Dezember 2009, 12:04 Uhr
BleckJack
das die Religionsgemeinschaften in den Momenten wo sie positiven Einfluss gehabt hätten sich aus wichtigen politischen Angelegenheiten raus gehalten haben oder sogar die "böse" Seite noch unterstützt haben (Gehirnwäsche), Minarette zu verbieten ist kein Schritt in die richtige Richtung. Dann müsste man den Menschen schon emanzipiertes Verhalten vor den Kopf schmeißen, das sich da endlich was ändert, aber auch die Religionsfreunde kochen seit Jahrhunderten nur in Ihrem eigenen Saft, da kann ja nix besser werden.

Für meine Begriffe bedeutet es, wenn man Minarette verbietet, kann man morgen auch Rundbögen oder Mauern im allgemeinen verbieten. . . vielleicht seh ich das auch zu kurzsichtig!?

@ Zombino, Vorsicht ist geboten, aber eine paranoide Angst die oft Grundlage gegenüber "fremden" Religionen ist, sollte man nicht tolerieren! Die selbe Angst ist Nährboden für zahlreiche andere unwirkliche und behämmerte Entscheidungen!

ich riech euch später!
... geschrieben von ronja, 08.Dezember 2009, 11:34 Uhr
ronja
Ich persönlich lehne jede Form von Religion ab. Kirchen jeglicher Art haben seit Jahrtausenden unglaublich viele Menschenleben auf dem Gewissen, die Geschichte wiederholt sich bis heute immer wieder, Menschen schlagen sich gegenseitig die Köppe ein, welcher Gott denn nun cooler ist und sogar die, die den Gleichen Gott anbeten unterdrücken sich gegenseitig und streiten, in welcher Form man denn nun genau huldigen muss.

Religion wurde schon immer dafür genutzt, Menschen zu verängstigen, gefügig zu machen und für die eigenen Ziele einzusetzen.

Und nicht in jedem Land und in jedem Kulturkreis haben Menschen die freie Wahl, ob und welcher Religion sie sich anschließen und als Kind kriegt man von vorne herein ne Gehirnwäsche, mit der man dann später mal klar kommen darf.

Wer sich trotzdem freiwillig einem solchen Verein anschließen möchte soll das von mir aus tun, da red ich keinem drein.
So lange das in einem privaten Umfeld abläuft, solln die sich die Knie kaputt knien.

Aber in dem Moment, wo das in irgend einer Form andere Menschen beeinträchtigt (Glocken leuten, Muezzin gejole, nervige Anlaber-Menschen in der Fußgängerzone und vor allem Einsatz von öffentlichen Steuergeldern) endet meine Toleranz.

... geschrieben von Zombino, 07.Dezember 2009, 17:34 Uhr
Zombino
Tjo was nu...

Prinzipiell: Ich bin FÜR Religionsfreiheit, daher soll jeder die Dinger bauen können wie er will...
andererseits sollte man mal den Islamkritikern die selbst Moslems sind auch mal zuhören was sie teilweise von Moscheenbauten denn so halten... denn da kommt auch einiges interessantes bei ´rum... ausserdem haben sie größtenteils unter den ihren einen viel schwereren Stand.

aber GENERELLES Verbot? Nein! Dann würde man auch alle Kirchen und Odinstempel verbieten müssen... hab´ ich das Wort Synagoge schon genannt?

Trotzdem muss man im Einzelfall -finde ich- schon gucken welche obskuren Vereine mit noch obskureren Hinterleuten da manchmal auf obskure Art und Weise Geld für obskur-überdimensionierte Wahnsinnsbauten sammeln.
@atakeks geschrieben von simon, 07.Dezember 2009, 17:30 Uhr
simon
relativismus ist eine schreckliche veranstaltung. soll dem allgemeinwohl dienen, in ihm läßt sich aber jeder mensch missbrauchen.
wat ich vergessen hab geschrieben von BleckJack, 07.Dezember 2009, 11:55 Uhr
BleckJack
ich finde die Entscheidung von Fatih Akin, zur Premiere seines neuen Filmes in der Schweiz nicht anwesend zu sein, weil sein Verständnis von multikulturalität anders aussieht übrigens durchaus begrüßenswert,
... geschrieben von Atakeks, 07.Dezember 2009, 10:31 Uhr
Atakeks
Es steht dem Jan und anderen hier natürlich frei wenn irgendwann das Licht ausgeht nicht mehr als fingerdicke Würmer zu erwarten und als überzeugte Atheisten geradewegs zur Hölle zu fahren. Die Religionsfreiheit halte ich allerdings, gläubig oder nicht, für ein verteidigenswertes Grundrecht und was die Bärtigen da von ihren Türmen rufen, klingt für meinen Geschmack deutlich besser als die Kirchenglocken, die mich jeden gottverfluchten Sonntagmorgen aus dem warmen Bett bimmeln. Ach ja, und falls nun wieder über das Grauen das die verschiedenen Religionen so über die Menschheit gebracht haben lamentiert werden soll: Was ist denn so alles im Namen politischer Ideologien oder gar der "Vernunft" und der Wissenschaft passiert? Sind die Inhalte dann alle immer grundsätzlich falsch, weil Menschen jedwede Idee für ihre Zwecke miss- und nicht zum Allgemeinwohl gebraucht haben? Und was ist dann richtig, bzw. woran lassen sich gewisse Grundwerte eigentlich fest machen? Islam, Christentum, Judentum, whatever, diese "Religion is´ Scheiße"-Sprüche sind mir deutlich zu einfach... Relativismus fuck off!
find ich trotzdem armselig geschrieben von BleckJack, 07.Dezember 2009, 10:10 Uhr
BleckJack
Religion hin oder her, es ist der Grund warum so ein eventuelles Verbot beim Volk gut ankommt, im Bezug auf den Islam herschen diverse Vorurteile und ein riesiger haufen Angst, aus dem heraus kommen dann solche Ergebnisse zu stande. Kotzt mich irgendwie an. . .
... geschrieben von smart.alex, 07.Dezember 2009, 02:09 Uhr
smart.alex
hm... sau schwieriges thema. Ich persönliche brauche KEINE scheiss-religionen. Keinen Papst, keinen Mohammed oder sonstiges. aber bitte, es gibt sie nunmal, und wer hört schon auf mich!?
Wenn jedenfalls irgendwelche Christen ihre Kirchen in die Landschaft scheissen dürfen, dann dürfen doch auch diese Minaretten gebaut werden oder? Außerdem wird dieses Verbot sowieso keine Probleme lösen, sondern wohl eher verschärfen. Das kann kein konstruktiver Umgang mit dem Islam sein, in den so mancher seine übelsten Fantasien hineinprojiziert. Ich habe übrigens mittels Briefwahl gegen das Verbot gestimmt, und gerade überlege ich ob ich das nächste Mal eine Briefbombe, Krankheitserreger oder so mitschicken sollte...das würde mein "Kreuz" vielleicht noch unterstreichen... ach, es ist schon spät.
... geschrieben von simon, 07.Dezember 2009, 01:38 Uhr
simon
ich würde für moscheezweckbauten plädieren, ganz schlicht, weil bischen toleranz gehört auch zu punk. ich geb aber ehrlich zu, über den kulturschock, den die dinger auslösen würden, würde ich mich riesig freuen...

das ein oder andere problem gabs vor ner moschee natürlich schon mal. unterscheidung zwischen npd und irgendwas mit islam kann auch ma schwer fallen. aber da satteln die ja auch immer wieder drauf, bei solchen themen gegen israel und so...

ich lehne religion ab. gott bist nicht du, sondern du selber---

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