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Am Abend des 16. November wurde der 26-jährige Antifaschist Ivan Khutorskoy (aka Vanya Kostolom) vor seiner Haustür erschossen. Ivan war einer der führenden Köpfe der antifaschistischen Bewegung in Russland und Mitbegründer von R.A.S.H. (Red and Anarchist Skinheads). Für die meisten seiner Freunde ist klar, das Ivan von russischen Neonazis, mit zwei Schüssen in den Hinterkopf, geradezu hingerichtet wurde. Sein Name, seine Adresse und Fotos von ihm wurden, wie auch von Fedor Filatov (ermordet am 10.10.2008) und Ilja Dzhaparidze (ermordet am 28. Juni 2009), immer wieder auf Nazi-Webseiten veröffentlicht und zu Angriffen gegen ihn aufgerufen. Es war bereits der vierte Angriff auf das Leben von Ivan. Der erste Angriff von Nazis ereignete sich 2005 und wurde von den Angreifern gefilmt. Der zweite Angriff ereignete sich vor seinem Haus. Dabei wurde er durch Stiche mit einem Schraubendreher im Nacken und durch Schläge mit einem Baseballschläger schwer verletzt. Die letzte Attacke ereignete sich im Januar 2009. Während einer Auseinandersetzung mit Nazis erlitt er eine Stichverletzung im Bauch, die er schwer verletzt überlebte. Ivan war ein gutherziger und offener Mensch, der immer bereit war seinen Freunden in jeder Situation zu helfen. Bis zum Schluss blieb er seinen Idealen und Überzeugungen treu.
Hier ist ein Link mit Bankverbindungen zu ABC Moscow, bei denen man Spenden zur finanziellen Unterstützung von Ivans Familie überweisen kann:
http://www.avtonom.org/index.php?nid=2250
Kommentare (11)Add Comment
@horst geschrieben von simon, 19.November 2009, 08:21 Uhr
simon
hab ich mir angesehen, die umstände sind schrecklich
... geschrieben von Horst, 18.November 2009, 16:13 Uhr
Horst
Schöne Scheisse.

Ich glaube der Film den ihr meint heisst Antifascist Attitude.

http://www.megaupload.com/?d=HGE1HD9Q

Hier kann man ihn runterladen.
@ BleckJack geschrieben von Micha, 18.November 2009, 15:06 Uhr
Micha
ich bin mir nicht sicher, ob das der Film mit WHAT WE FEEL war. Im Film kommen einige Leute zu Wort. Aber ich hab keinen Plan, ob die zur Band gehören.

Hier noch ein Link zu diesem Thema, wo ihr noch mehr Infos bekommen (auf Englisch):
http://avtonom.org/index.php?nid=2857
dein tod war nicht umsonst geschrieben von simon, 18.November 2009, 14:40 Uhr
simon
...und genau das tun sie, ihr leben aufs spiel setzen.
das schlimme im faschistischen sprach- und denkgebrauch ist, menschen, das recht abzuerkennen, einfach nur, es ist lächerlich,...leben zu dürfen oder zu lieben. wo die freiheit des anderen immer auch da ist, wo die freiheit von einem selber ist, können wir etwas gegen diese faschistische bewegung tun.
@micha geschrieben von BleckJack, 18.November 2009, 14:32 Uhr
BleckJack
ist das der Film in dem What we feel auch eine "Rolle" spielen? Den hab ich mir neulich auf You Tube angeguckt, der ist in den letzten Monaten recht oft hier in Hamburg gezeigt worden, unteranderem im Jolly Roger. Ich war echt Baff von dem was da erzählt wird! Die Antifa befindet sich dort in einer Situation die für mich unerträglich wäre. Wie ich schon sagte, mein voller Respekt für diese Menschen!
@ Jan , das sind quasi Luxusprobleme, lächerlich in dem Kontext
... geschrieben von Jan, 18.November 2009, 13:45 Uhr
Jan
Vielleicht ein Anlass, mal 1-2 Tage ausnahmsweise nicht über Imre's neueste heißgraue Bookings zu diskutieren ;) - wir haben Probleme, die Andere gerne hätten...
... geschrieben von Micha, 18.November 2009, 13:38 Uhr
Micha
Letzten Monat war ich in Düsseldorf im "Linken Zentrum" auf einer Veranstaltung. Dort war jemand von der Moskauer Antifa anwesend. Es wurde ein Film über die Zustände in Moskau gezeigt, und anschließend kam es zu einer kurzen Diskussion. Abends spielte dann die Moskauer Antifa-Hardcoreband WHAT WE FEEL. Film und Duskussion waren gleichermaßen schockierend wie aufschlussreich. Nazis werden in Russland so gut wie gar nicht verfolgt. Faschismus wird als Stütze der Gesellschaft angesehen, der die Ordnung im Land gewährleistet. Deshalb werden Antifaschisten verfolgt, kriminalisiert und zu recht hohen Strafen verurteilt. Weil sie in den Augen von Richtern, Polizisten und Politikern versuchen diese Ordnung und damit den Staat zu zerstören. Wenn man das weiss, wundert einen gar nichts mehr.

In einer riesigen Metropole wie Moskau war die höchste Teilnehmerzahl auf einer Antifa-Demo 5.000 Leute. Es gibt dort weder lang existiernde Treffpunkte noch Clubs. Teilweise trifft man sich zum Plenum im Park oder im Wald. Sehr krass...

Mein Respekt gilt auf jeden Fall allen, die dort ihr Leben aufs Spiel setzen.
... geschrieben von simon, 18.November 2009, 13:19 Uhr
simon
ruhe in frieden ivan
... geschrieben von BleckJack, 18.November 2009, 12:32 Uhr
BleckJack
kann ich dir nur Recht geben, wenn man das liest verkommen alle anderen Sachen zum reinsten Kindergarten, R.I.P. und Respekt an Leute wie dich!

... geschrieben von Zombino, 18.November 2009, 12:27 Uhr
Zombino
ja, das ist wirklich unglaublich wie brutal es da abgehen muss...
... geschrieben von tottsky, 18.November 2009, 11:55 Uhr
tottsky
r.i.p.

hut ab vor den russischen antifas, die sich weder vom naziterror noch von den dauernden schikanen des staates abhalten lassen. da gehört ne menge mumm zu.


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