Geschrieben von: Micha Dienstag, den 02. März 2010 um 11:37 Uhr
Die Band Propaganda Network ist seit kurzer Zeit ins Visier des Staatsschutz geraten. Nachdem ein der rechten Szene zugehöriger Mann Propaganda Network in drei Städten nacheinander angezeigt hat (in Osnabrück, Verden und Soltau), nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Der Kläger fühlt sich durch eine Textzeile beleidigt. Die Bandmitglieder werden dem Vorwurf nach des Tatbestands "öffentlicher Aufruf zu Straftaten" verhört. Die Textzeile selbst ist allerdings als Parodie auf rechte Parolen gemeint, so R.P Fröhlking (Sänger von Propaganda Network). Ob es zu einer Verhandlung kommt ist jedoch nicht sicher, wenn dies aber passieren sollte, dann könnte ihr Erstling "Parole, Parole, Parole" zensiert oder indiziert werden. Die Band nutzt dieses Lied (Parole), um auf die Sinnlosigkeit von Parolen aufmerksam zu machen, dies wird bei Liveauftritten eingehend thematisiert. http://www.propagandanetwork.de
Ich habe beim Franco von der Band nachgefragt, was an der Newsmeldung dran ist und und folgende Antwort bekommen:Hi Micha. Ja richtig! Das ist wohl wahr. Ich war der erste der im September/Oktober als Beschuldigter zur Anhörung musste. Der Rest war erst im Februar dran. Der umstrittene Text steckt am Ende vom Lied "Parole Parole Parole", ist auf dem Album "Parole Parole Parole" und auf "Es lebe der Punk 11" zu hören und lautet: "Schlagt sie tot. Haut ihnen die Rübe ab. Packt die Faschisten, fein zerhackt in Kisten." Das witzige ist auch dass der Textabschnitt ursprünglich nicht zum Lied gehörte, sondern nach einer feucht-fröhlichen Nacht im Studio spontan mit dazu gereimt worden ist.
Bei mir im Schreiben stand nicht dabei wer die Anzeige gemacht hat. Der Polizist hat mich aber im Laufe des Verhörs einige Male nach einem Namen gefragt, der dann bei den anderen auch mit im Schreiben als "Geschädigter" ...oder wie man ihn nennen soll...mit dabei stand. Er hat und vorher vergeblich in 2 Städten angezeigt und beim dritten mal muss die Staatsanwaltschaft sich dann wohl Gedanken gemacht haben. Muss wohl ne Taktik von denen sein. Das Verhör war sonst ganz lustig, weil der Polizist wohl vorher im Netz versucht hat etwas über uns zu recherchieren und dabei auf unzählige Namenspseudonyme gestoßen ist, dass ich mich halb tot lachen musste. Die restlichen Verhöre sind jetzt wieder bei der Staatsanwaltschaft und da wird jetzt weiter entschieden wie es weiter geht.
Also abwarten!
MfG
Franco

Anmeldung
3 Neuheiten aus unserem Shop
8,33 EUR
zum Artikel
8,05 EUR
5,95 EUR
Impressum
Plastic Bomb GmbH | Heckenstr. 35/HH | 47058 Duisburg | Tel: 0203 / 3630334 | E-Mail: swebo[at]plastic-bomb[punkt]de















Die Band gehört hinter Gitter...