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In wenigen Tagen geht es los, am 5. und 6. März findet in der Fleischmarkthalle Karlsruhe das Freak´n´Art Festival statt! Alle wichtigen Infos findet ihr gebündelt unter www.freaknart.de

Als Vorgeschmack gibt es hier ein Interview mit Veranstalter Holm! Vielen Dank dafür.

Was kann man sich denn unter dem Freak n Art Festival vorstellen, wo ist der Unterschied zu anderen Festivals?
Der Normalfall ist natürlich das Festival mit ner Latte anständiger Bands. Die und ein frisch Gezapftes gibt es bei uns selbstverständlich auch. Doch Punkrock ist für uns mehr als „nur“ Musik und so stand schnell die Frage im Raum, wie wir vieles von dem was nicht Musik ist, im Rahmen einer Veranstaltung präsentieren könnten. Die Leute toben sich nicht nur am Schlagzeug aus, der eine fabriziert fantastische Konzertposter, der andere produziert sich sogar in Romanform oder bastelt am heimischen Rechner Videos zusammen. Die Ausdrucksformen sind so vielfältig wie der Iro des gemeinen Punkers  ;-) . Also laden wir auch dieses Jahr ne handvoll Leute ein, die uns ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende versprechen.

Ist das denn gleichzeitig ein anderer, höherer Anspruch an den Geschmack der Leute? An wen richtet sich die Werbung, wer ist die Zielgruppe? Werden viele Künstler mit Hornbrillen und Seidenschals da sein?


Ganz so verrückt wollen wir es nicht. Hornbrille und Seidenschal wird es auch dieses Jahr nicht geben. Egal ob Band, Schreiberling, Zeichner oder Festivalbesucher alle haben einen sehr ähnlichen kulturellen Background. Ob wir unseren Gästen etwas außergewöhnliches Abverlangen glaube ich nicht. Im Gegenteil, das Umfeld des Festivals soll die Hemmschwelle nehmen sich in eine Lesung zu setzen oder ein paar Bilder in Ruhe anzuschauen.
Durch die Vielfältigkeit im Programm, fühlen sich sehr verschiedene Leute angezogen. Und auch das macht das Freak'n'art aus. Es kommen viele Jüngere, trotzdem liegt der Alterschnitt jenseits der 25. Die Mischung ist perfekt und gerade deshalb gibt es dieses Jahr bereits das zweite Freak'n'art.

Nach welchen Kriterien wählt ihr die Bands aus, mit welchen KünstlerInnen ist zu rechnen und wie soll sich das Programm gestalten?
Eigentlich ist das ganz einfach. Sie sollten uns gefallen und im Idealfall auch ein paar andere Leute interessieren. Da wir die ganze Sache ausschliesslich über Bierverkauf und Eintritt finanzieren, sind uns natürlich Grenzen gesetzt. Glücklicherweise gibt es unter den Beteiligten viele die das Konzept honorieren und uns entgegen kommen. Sonst wäre ein so umfangreiches Angebot nicht zu stemmen. So stellt Wolfgang Wendland einige seiner Videoarbeiten vor und reist ein Set mit den Kassierern runter. Es wird gemungelt, dass es sogar einige Songs von der neuen Platte zu hören geben wird. Ein anderes Beispiel Karl Nagel. Der steht nicht nur mit seiner Bad Brains Coverband auf der Bühne, auch er wird Einblick in sein umfangreiches Schaffen geben.
Ganz persönlich freue ich mich auf Mr. Enpunkt. Wahrscheinlich habe ich in einem der ersten Plastic Bombs ein Review zum Enpunkt gelesen und seit dem hab ich das Heft oder auch die Fortsetzungsromane von Klaus N. Frick mit großer Begeisterung verfolgt. Ich bin sehr gespannt wie der persönliche Eindruck ausfällt. Nicht minder interessant die Arbeiten von Comiczeichner Markus Magenbitter. Bekannt ist er nicht nur durch seine Arbeiten für's Plastic Bomb.

Wer steckt eigentlich hinter dem Festival? Du, Daniel, wer noch? Wer stellt die Infrastruktur, wo kriegt ihr die Leute her die kochen, Theke machen, etc?

Ganz am Anfang stand die Möglichkeit DAS Knochenfabrik Abschiedskonzert für den Süden Deutschlands zu organisieren. Daniel und Cris haben das Konzept dann weiter gesponnen und rausgekommen ist das Freak'n'Art. Danach hiess es die passende Location zu suchen und das ganze mit Leben, d.h. mit Künstlern und Bands zu füllen. Glücklicherweise können wir auf eine gut funktionierende lokale Infrastruktur zurückgreifen. Cris, Karlsruher Unikum, Querulant und vielbeschäftigter Programmierer, hat durch jahrelange Konzerterfahrung gute Kontakte die uns das Arbeiten erheblich vereinfachen. Die Arbeit vor Ort macht dann ein Team von Leuten aus Karlsruhe und ner Truppe reisefreudiger Ossis. Das funktionierte im letzten Jahr bestens und wir freuen uns bereits auf den anstehenden Besuch in Karlsruhe.

Organisatorische Frage: Kann man da auch übernachten, wie hoch ist der Eintritt, wann gehts los, gibts was zu Essen und wo krieg ich weitere Infos her?
Den kompletten Überblick gibt es auf der Festivalhomepage unter www.freaknart.com. Sofern ihr keine Kumpels in und um Karlsruhe habt, solltet ihr euch ein Nachtlager in der Jugendherberge oder in den zahlreichen Hotels sichern. Da der ÖPNV aber recht gut ausgebaut ist, gelangt man  selbst in der Nacht unproblematisch in die nahe gelegenen Metropolen.
Es geht Freitagnachmittag los. Wer gegen 6 aufschlägt, sollte nix verpassen. Einen kleinen Einblick ins Kulturprogramm gibt es schon da, die volle Breitseite gibt es ab Samstagmittag. Start 14 Uhr. Selbstverständlich werden wir für ne ordentliche Versorgung sorgen. Das Areal um die Fleischmarkthalle ist ideal dafür. Am besten ihr organisiert euch ein Kombiticket im Vorverkauf. Das kostet 30 Euro (Tagesticket 15). Wer ausschließlich einen Blick auf Videos und Bilder werfen will oder an einer Lesung Interesse zeigt, kann das sogar ohne Eintritt!

Du und Daniel organisiert auch das Back to Future Festival... können wir uns da drauf 2010 freun? Und kann bei so viel Festivalerfahrung noch was schief laufen?
Ja, es wird auch 2010 ein Back To Future Festival geben. Wir kehren dieses Jahr nach Glaubitz zurück. Alle die mal da waren sind begeistert und jene die Glaubitz noch nicht kennen, werden es kennen lernen. Bands gibt es auch schon zu vermelden. Es kommen Oppressed, die Lokalmatadore, Mad Sin, Betontod, Skeptiker, Rejected Yout, Gewapend Beton und und und. Wie gehabt ein musikalischer Schweinsgalopp durch Punk, Oi, Psycho und Skagefilde.
Schief gehen kann nix mehr. Wir haben die letzten Jahre die schwierigsten Situationen erfolgreich gemeistert. Viele hätten den Krempel längst hingeworfen, wir wachsen mit den Problemen.

Sehr schön, da freu ich mich schon drauf!! Bis dahin!! Ronja

Kommentare (4)Add Comment
... geschrieben von simon, 24.Februar 2010, 08:00 Uhr
simon
30€ fürn festival, was soll sein? wenne die ganzen logistik, marketing und sicherheitskosten mit einbeziehst. aus roskilde hat man ja einiges gelernt...
... geschrieben von Meineid, 23.Februar 2010, 15:50 Uhr
Meineid
Ich wollte garnicht hin, ich wollte nur stänkern. Und spar Dir die Anspielung auf mein Übergewicht!! :(
... geschrieben von ronja, 23.Februar 2010, 13:08 Uhr
ronja
Aber dein Busenfreund Wolfgang ist doch auch vor Ort...vielleicht könnt ihr ja zusammen reisen...
Eintritt geschrieben von Meineid, 23.Februar 2010, 13:05 Uhr
Meineid
30 € ist zwar nicht überteuer, aber auch alles andere als ein Schnäpperken für größtenteils Mittel- bis Unterbau-Bands.

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